Tag 12 und 13 – Ich brauche einen Hubschrauber
Gestern war es soweit: Hubschrauber-Rundflug war angesagt. Mit umgerechnet 35 Euro für 7 Minuten alles Andere als ein Schnäppchen, hat es sich dennoch gelohnt. Sollte ich irgendwie einmal Reich werden, ist der Heli-Schein eines der ersten Dinge, denen ich mich widmen werde (mal schauen, wie ich an einen passenden Comanche-Prototypen komme – Man will ja schließlich mit Stil fliegen). Um es nochmal deutlich zu Sagen: Helifliegen rockt die Hütte! Ernsthaft!

Tag 11 – Der unauffindbare Strand
Heute ging es nach Penha. Da der entsprechende Wikipedia-Artikel sowohl in der deutschen als auch in der englischen Wikipedia noch nicht existiert, und die Stadt nur am Rande erwähnt wird, muss ich diesmal auf einen Link verzichten.
Es begann mit der Fahrt zu einem der drei Häuser meines Onkels. Diese verlief bis auf die üblichen Autobahn-zu-Fuß-Überquerer recht reibungslos. Interessant wurde es, als wir uns von dort aus auf den Weg zu seinem „geheimen Strand“ machten. Die Straße, wenn man es so nennen will, bestand nicht aus viel mehr als einem sandigen und steilen Weg – Erst den Berg hinauf, nach mehreren Kilometern durchdrehender Reifen wieder bergab. Bremsen bedeutete, den Berg unkontrolliert herunterzurutschen, während Gas-geben und lenken auch nur mit Vorsicht einzusetzen war. Rally-freunde hätten hier ihre wahre Freude, und entsprechend sah der Wagen dann auch aus.

Jedoch hatte er nicht zu viel versprochen – Wir hatten den Strand fast für uns allein. Die paar Anderen, die sich hergewagt hatten, fuhren große Landrover und Jeeps. Selbst davon sahen wir einige mit der Umgebung kämpfen.
Tag 10 – Nichts…
Vorgestern (Tag 9) beinhaltete wie erwähnt eine Fahrt mit einem Piratenschiff. Die Show an Bord war stellenweise ganz nett, allerdings wurde derart geschoben und gedrängelt, dass Aufnahmen nur schwerlich möglich waren. Nichts desto trotz präsentiere ich Euch hiermit feierlich das Ende der Fahrt. Ein kurzer Abriss der Handlung:
Auf einem Piratenschiff voller Touristen entschließen sich die anwesenden drei Seeräuber, eine der Touristinnen gefangen zu nehmen und an den Mast zu binden, was diese auch ohne Gegenwehr über sich ergehen lässt. Anschließend bekämpfen sich zwei der Piraten.
Das wars schon. Zumindest wird diese Story niemanden überfordern
. Die Musik am Ende des Videos ist übrigens O-Ton.

Bevor ihr jedoch diese spannend inszenierte, tiefgründige Geschichte zu sehen bekommt, erhaltet ihr ein paar Einblicke in die hiesige urbane Umgebung.
Tag 6 bis 9 – Und es geht weiter…
Die letzten Tage verliefen in der Tradition der vorhergehenden: Mehr Churasco, mehr Verwandte (bald habe ich alle durch), mehr Strand. Heute geht es an einen der Tourismus-verseuchteren Strände, um eine Rundfahrt mit diesem Kahn zu machen:


Außerdem steht die nächsten Tage ein Hubschrauber-Rundflug an – Die Kamera wird hierbei natürlich durchlaufen
. Nächste Woche bin ich bei meiner Cousine in Curitiba eingeladen (Das letzte Mädel, dass im Amon Tobin Teil des Videos zu sehen ist). Hier werde ich mir unter Anderem die beiden weiteren Teile der Rache-Trilogie von Chan-wook Park anschauen. Jedem meiner Leser dürfte Oldboy, der zweiten Teil, ein Begriff sein.
P.S.: Die Links zum Video wurden unterdessen wieder entfernt. Jeder der daran Interesse hatte, dürfte es mittlerweile heruntergeladen haben. Auch wenn ich wohl nie erfahren werde, ob es heil auf dem Server angekommen ist...
P.P.S.: Ist Deutschland aufgrund des Winters eingeschlafen, oder einfach nur Kommentarfaul? Selbst wenn meine Brasilien-Themen zu langweilig sind, hätte ich zumindest zum Slashdot Artikel den einen oder anderen Schrieb erwartet. :(
Tag 5 – In der deutschen Kolonie
Wie bereits angekündigt waren wir heute bei einer meiner Cousinen und ihrem Mann, einem verdeckten Ermittler, in Blumenau zu Gast. Dazu kamen wiederum einige der bereits in den vorherigen Einträgen erwähnten Verwandten. Im Kontrast zu Gestern wohnen sie hier in einem der hübscheren Stadtteile. Schon bei der Anfahrt wurde deutlich, dass es sich um eine deutsche Kolonie handen musste: Wer sonst wäre so verwegen, hunderte Häuser im alten Fachwerkstil zu bauen. Dazu findet sich auf nahezu jedem Ladenschild die deutsche Flagge. Von den Plakaten zu den Themen Bier und Oktoberfest fange ich besser gar nicht erst an. Naja, wer es mag...
Endlich angekommen gab es auch gleich Essen. Es handelte sich erneut um Churrasco – Dank Swimmingpool jedoch in einem etwas anderen Ambiente.

Neben ein wenig geplansche im Pool versuchten wir uns am PC an einer Runde Pro Evolution (eine Raubkopie bei einem Polizisten!), was jedoch an einem Mangel von Controllern scheiterte. Auch die gewaltige MP3 Sammlung schien nicht auf legalem Wege zustande gekommen zu sein. Meine Versuche, sie vom Unrecht ihres Handels zu überzeugen, blieben übrigens ungehört...
P.S.: Habe bei Tag 1 noch zwei Bilder von der Landung hinzugefügt.
Tag 4 – Sonne, Meer und Churros?
So, der letzte Videoupload-Versuch mit einer in neun Teile gesplitteten RAR war nun erfolgreich. Jedenfalls hoffe ich das...
Sollte es wieder erwarten Probleme beim entpacken geben, meldet Euch bitte per Mail oder Kommentarfunktion. Dann wandere ich morgen (für Euch ist das schon heute) wie angekündigt in ein Internetcafé.
Der heutige Tag war gemächlicher Natur. Da wir morgen in Blumenau eingeladen sind und übermorgen hier weiteren Verwandschaftsbesuch bekommen, ist das auch nötig. Schlafen bis um 13 Uhr, danach zum Strand und etwas in Sonne liegen (Mittags sollte man den Strand trotz Sonnencreme meiden). Neben Kokoswasser (Nicht zu verwechseln mit Kokosmilch) bestand die Nahrungsaufnahme aus zwei Churros.
Glück 1: Kein Sonnenbrand. Vielen Touristen ist es weniger gut ergangen, trotz kürzeren Aufenthalts. Ein Hoch auf den deutschen Sonnenschutz!

Ende von Tag 3 und ping…
Eigentlich sollte das Video schon lange verfügbar sein, aber die häufigen Verbindungsabbrüche in Kombination mit der langsamen Leitung haben dafür gesorgt, dass das Video sich weder auf einem Hostingservice noch auf meinem eigenen Server hochladen ließen. Derzeit läuft der letzte Versuch von hier aus – sollte auch das nicht klappen werde ich mir das nächstbeste Internetcafé schnappen und die Datei dort hochladen. Wer hätte gedacht, dass knapp 90 Megabyte so viel Arbeit machen können...
Der gestrige Tag endete übrigens mit einer 30cm Pizza. Die Dinger haben hier solch einen gewaltigen Rand (standardmäßig gefüllt) und Boden und sind derart dick belegt, dass bei mir schon nach vier der acht Ecken Schluss war. Jeder meiner Leser sollte wissen, was das bedeutet – Die Dinger machen verdammt satt. Leider habe ich versäumt, davon ein Bild zu knipsen – Die Reste liegen mittlerweile im Mülleimer. Ein Bild davon erspare ich Euch lieber
.
Tag 2 und 3 – Silvester
So, nachdem das Blog wieder mehr oder weniger funktioniert, können wir uns den nächsten beiden Tagen widmen. Es ging weiter, wie der Vortag endete: Anlässlichlich des Feiertags kamen meine Oma, meine beiden Onkel, deren Frauen, zwei weitere meiner Cousinen und ein weiterer Cousin zu Besuch. Später stießen auch noch die gestern erstmals getroffenen Familienmitglieder vom Vortag hinzu. Das Ergebnis war, dass ich den Abend in einem durcheinander aus deutsch, englisch und natürlich portugiesisch verbrachte, je nachdem wer gerade in der Nähe war.
Kurz vor dem großen Knall ging es zum Strand, wo eine mächtige Feier zugange war. Leider wurde pünktlich um 0 Uhr meine Kamera mit Sekt beschossen, weshalb ich mich nur sehr zögerlich zu weiteren Aufnahmen durchringen konnte. Einige Minuten konnte ich dennoch retten...
Tag 1 – oder so…
Hallo werte Leser. Ich schreibe diese Zeilen am 31.12. um etwa 3 Uhr Lokalzeit. Warum das relevant ist?
Nun, bis jetzt habe ich seit dem Abflug noch keinen nennenswerten Schlaf gefunden. Aber sobald dieser Eintrag beendet ist, wird zumindest ein wenig davon nachgeholt. Das ist auch der Grund dafür, weshalb ich Euch ein Video erspare.
Kommen wir zum wesentlichen – Was ist zwischen dem Abreisetag und der Gegenwart geschehen?
Kurz gesagt: Einiges. Die letzten Stunden vor dem Flug verbrachte ich mit meinen Fahrern im McDonalds. Ein dickes Dankeschön nochmal für das Fresspaket
. Nach der kurzen Verabschiedung wurde noch flott das Gepäck durchleuchtet, und wenig später saß ich bereits im Flieger nach São Paulo. Meinen Fensterplatz an der Vorderseite des linken Flügels konnte ich richtig genießen - denn der Platz neben mir war leer. In Sachen Unterhaltung könnte sich die VARIG ruhig noch steigern - Einen einzigen Film (Bourne 3), dazu noch auf 4:3 verstümmelt, und einen gewaltigen Haufen Werbung gab es unterwegs zu sehen. Dafür war das Essen ganz ok, wenn auch nicht sättigend. Nochmal danke für das Fresspaket
. Die Landung in São Paulo verlief ruhig - beachtlich war aber die geringe Höhe über den Häusern der Stadt, als wir unsere Warteschleifen flogen. Neben der stellenweise sehr kreativen Architektur ist die schiere Menge an Grünzeug noch eine Erwähnung wert - Auch in den Städten.

Weiter ging es mit der GOL von SP nach Florianópolis. Oder sollte es jedenfalls, denn der Flieger hatte eine Stunde Verspätung.
Also wiedermal zu McDonalds. Interessante Anmerkung für Kenner der Restaurantkette: Die Burgerkarte ist mit der unsrigen identisch.
Selbst den McFischstäbchen gibt es unter anderem Namen. Jedoch gibt es zusätzlich einige Meter entfernt einen Eissalon-McDonalds. Neben den üblichen McFlurries gibt es hier noch ein dutzend weitere Sorten.
60 Minuten später ging es weiter: Neben einem alleinerziehenden Vater aus den Staaten samt Tochter war es nicht ganz so ruhig, aber eine Stunde konnte man das verschmerzen. Nach einer holprigen Landung ging es via Gangway aus dem Flugzeug. Zum ersten Mal kam ich mit der Sonne Brasiliens direkt in Berührung - Erste überlegungen, ob ich nicht im Flugzeug auf den Abend warten sollte, gingen mir durch den Kopf. Aber ich bin ja kein Feigling – Also bewegte ich mich geschwind in die Gepäckhalle, wo neben meinem Gepäck auch gleich meine Verwandschaft auf mich wartete.

Auf der Fahrt zu unserem Ziel, Balneário Camboriú, konnte ich allerhand seltsames erleben. Vom spontanen 3-Minuten-Weltuntergangs-Regen über wilde Hunde auf der Autobahn bis hin zu Fahrradfahrern im Gegenverkehr auf selbiger war alles dabei.
Das am Straßenrand genug Reifenteile und Schrottwagen herumlagen, um ein großes Lager zu füllen, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Dennoch ist die Stadt selbst wirklich schön anzusehen. Überall finden sich nette Details. Sei es nun eine Allee, in deren Mitte bunte Blumen gepflanzt wurden, oder alle paar Meter in einer anderen Farbe leuchtende Bürgersteige.
Als wir endlich angekommen waren, gings erstmal unter die Dusche. Drei mal täglich lautet hier das Motto, denn es ist verdammt warm.
Kurz darauf mussten wir schon wieder los - Ein weiterer Teil meiner Verwandschaft, darunter Tante, zwei Cousinen und ein Cousin, lud ein. Churrasco war angesagt. Anschließend ging es zurück, wo ich nun an diesen Zeilen tippe. Morgen bzw. Heute kommt Jahresende-bedingt noch ein gutes Stück mehr Verwandschaft vorbei... Ich Müde -> Ende.
Edit: Prima, Blog kaputt... Bis Morgen oder so. *stöhn*
Edit2: Wenn mir jetzt noch jemand erklärt, warum WP mir zwischendurch immer mal wieder unvermittelt geschützte Leerzeichen in den Code eingebaut hat, ohne diese in der Codeansicht anzuzeigen, wäre mir geholfen. Ein wacher Blick in den Quelltext hat geholfen, das Problem zu finden und zu beheben.
