Wie man auf dem Rücksitz eines Streifenwagens endet…

Ich habe Robert bei seinem Kaffehaus-Talk versprochen, über ein Erlebnis mit unser aller Freund und Helfer zu schreiben. Da er mich jetzt auch noch in seinen News verlinkt hat, komme ich wohl nicht umhin dies auch einzulösen. Immerhin hat er damit meinen Pagerank mit Sicherheit angehoben ;).

Es begab sich vor wenigen Jahren:

Mein Konsum an Produkten der Coca-Cola Company war (und ist) alles andere als gering. Und so geschah es häufiger, dass ich mit vier leeren Kästen in den Händen zum nahegelegenen Lebensmittel-Markt schlendere, um den Pfand zu kassieren.

Doch dieses eine Mal kam es anders. Wie immer lief ich an der Fleischtheke vorbei, stellte die Kästen vor der Leergut-Annahme ab und drückte auf die Klingel (zu der Zeit gab es noch keine entsprechenden Automaten). Anstelle der für die Flaschenannahme zuständigen Person wurde ich von zwei freundlichen Personen in grün begrüßt, die hinter der nebenstehenden Fleischtheke gewartet haben – auf… mich?

Ich erklärte ihnen, dass ich hier regelmäßiger Kunde bin und nur meine leeren Flaschen abgeben wollte. Nun kam auch die Frau von der Fleischtheke herüber. Jene Frau von der Fleischtheke, die mir bis dahin vor jeder Nachtschicht einige hundert Gramm Gelbwurst einpacken durfte. Das bedeutet: Jeden vierten Tag über mehrere Jahre hinweg. Dazu hat sie häufiger auch mein Leergut angenommen. Was sie sagte, wollt ihr wissen? Ist doch offensichtlich: „Den habe ich hier noch nie gesehen!“

Nachdem meine Personalien aufgenommen wurden, erfuhr ich schließlich auch was mir vorgewurfen wurde. Und ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus.
Irgendjemand scheint in den Wochen zuvor regelmäßig Kästen mit Leergut bei einem Getränkehändler kaum hundert Meter weiter gestohlen zu haben. Mein Pech war nicht nur, mit der falschen Ware zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein – Ich hatte auch noch das falsche Aussehen!

Die Täterbeschreibung: Männlich, zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt, schwarze Haare, schwarze Hose, schwarze Jacke mit „Ganglogo“. Das traf an diesem Tag dummerweise ziemlich exakt auf mich zu, wenn man Arena Wars für eine Gang hält. Mein Lachen verstummte. In meinem Kopf sprangen die Gedanken zwischen WTF????!, Das kann doch nicht wahr sein! und Wo ist die versteckte Kamera?

Zwischen zwei Polizisten verließ ich schließlich den Laden, streng beäugt von allen Kunden und Mitarbeitern und nahm auf dem Rücksitz des Streifenwagens platz. Meine Gedanken drifteten noch immer zwischen den oben genannten Optionen. Wirklich ernstzunehmen vermochte ich die Situation nicht.

Zu meiner Rettung kam es schließlich, als ich dem Getränkemarktbesitzer vorgeführt wurde, und er es mit einem lapidaren „Ne, der war’s nicht“ abtat. Die Beamten kamen sich sichtlich dämlich vor und entschuldigten sich. Ich konnte wieder gehen – Nach Gegenüber, um mein Geld für das Leergut einzusammeln. Nicht auszudenken wie es weiter gegangen wäre, hätte mich der Besitzer des Getränkemarktes positiv  identifiziert…

Wurden mir zum Verhängnis: Arena Wars und Coca-Cola
Wurden mir zum Verhängnis: Arena Wars und Coca-Cola

Während die meisten Leute im Markt versuchten, ihr Getuschel zu verbergen, vermochte es die Dame von der Fleischtheke nicht, mir auszuweichen. Wortlos erhielt ich meinen Pfand zurück und bedachte sie eines bööööösen Blickes. Noch heute sehe ich sie regelmäßig, denn die Fleischtheke wurde mittlerweile aus dem Laden entfernt und sie an die Kasse verdonnert. Sie versucht meist, mich zu ignorieren. Selbst auf sarkastische Anspielungen reagiert sie nicht. Schade eigentlich ;).

Den Polizisten hingegen kann ich keinen Vorwurf machen. Sie waren durchweg freundlich und haben ihren Job gemacht.

Metallica-Fan? Kauf Guitar Hero!

Ich bin kein Fan von Metallica, und so könnte mir die Diskussion um das neue Album Death Magnetic eigentlich egal sein. Doch ich hege die Hoffnung, dass der Aufschrei der Fans bei einer derart beliebten Band endlich ein Umdenken der Musikindustrie zur Folge hat. Nein, diesmal geht es nicht wieder um irgendwelche lächerlich übertrieben Kopierschutzmaßnahmen, sondern um die künstliche Lautstärkenerhöhung mittels Loudness. Dieser Loudness War genannte Krieg der Studios geht nun bereits einige Jahre. Das Problem an der Geschichte ist, dass die Tonqualität zunehmend hörbar darunter leidet. Das jüngste Opfer ist besagtes Metallica Album, welches auch Zeitgleich als Download für Guitar Hero veröffentlicht wurde. Allerdings wurden für das Spiel die Master-Aufnahmen verwendet, und so ist die Tonqualität dort wesentlich besser. Tausende Metallica-Fans arbeiten nun fieberhaft daran, die Songs im Spiel 100%ig richtig zu spielen, um eine bessere Aufnahme zu bekommen. Wenn das kein Ansporn ist, Guitar Hero zu üben ;-).

(via Slashdot)

Und noch ein Rhythmusspiel – fast jedenfalls…

Puzzle Quest zeigte erst kürzlich, was man aus der ungewöhnlichen Mischung von Puzzle- und Rollenspiel herausholen kann – und gewann damit eine Auszeichnung nach der Anderen.

Nun schickt sich Patapon auf Sonys Playstation Portable an, an den Erfolg anzuknüpfen. Dessen Verschmelzung von Echtzeitstrategie, Godgame und Rhythmusspiel ist dabei nicht weniger abgedreht als jene des RPG-Puzzles.

Worum geht es? Das Volk der Patapons (Augäpfel mit Armen und Beinen), benötigt göttliche Führung. Diese bekommen sie natürlich durch den Spieler. Anders als in vergleichbaren Spielen beeinflusst man die Spielwelt jedoch nicht per Mausklick oder einfachen Tastendruck, sondern nutzt die „heiligen Trommeln“ um seine Anhänger dazu zu bringen, die eigenen Wünsche zu erfüllen. Die getrommelten Rhythmen ermöglichen nicht nur Angriffe, Rückzüge und das Wirken göttlicher Magie, sondern dienen beispielsweise auch dazu, in Minispielen weitere Opfergaben hinzuzuverdienen. Dabei kann es sich um Ausrüstung, Waffen, Rohstoffe oder ganz andere Dinge handeln, die einem die Arbeit erleichtern oder beispielsweise das Wiederbeleben verstorbener Krieger ermöglichen. Ein weiterer Unterschied zu herkömmlichen Godgames ist die Perspektive: Man verfolgt das Geschehen wie in einem 2D-Jump&Run von der Seite.
Wenn ihr ausgefallene Spielideen mögt und eine PSP besitzt, solltest ihr Euch zumindest die Demo einmal anschauen.

[youtube lp173Si-XZM]

Lasst Euch von dem Trailer nicht abschrecken. Patapon ist nicht umsonst derzeit eines der höchstbewerteten PSP Spiele überhaupt auf Metacritic. Testet es selbst!

Verwirrung in New York

Was passiert, wenn über 200 Menschen sich in New Yorks Grand Central Station plötzlich nicht mehr bewegen? Diesem Experiment sind die Leute von Improv Everywhere nachgegangen. Und auch wenn sie sich selbst nicht als Flash-Mob bezeichnen, so ist das Ergebnis doch das selbe – Jede Menge verwirrte Menschen…
Seht es Euch selbst an:

[youtube jwMj3PJDxuo]

Auch ihre anderen Videos sind durchaus einen Blick wert.