The most awesome stuff of 2010 is red

Es ist wieder einmal an der Zeit, meine Favoriten des Jahres zu küren. Seht mir meine überschwängliche Euphorie bitte nach:

Album Cover
Super Meat Boy Soundtrack

Mit Abstand das beste Album, dass ich dieses Jahr (wieder und wieder) hören durfte, ist der Soundtrack des famosen Retro-Jump&Runs von Team Meat. Schon bevor ich mich dazu überwinden konnte, Super Meat Boy trotz seines “Das Spiele ich ja nie durch”-Schwierigkeitsgrades zu kaufen, strahlte mich das breite Grinsen das roten Helden in den Playlists meiner Abspielgeräte an. Schuld daran war der Quicklook auf GiantBomb, der mich hellhörig werden ließ und zum sofortigen Kauf animierte.

Die Musik stammt von Danny Baranowsky, dessen treibende Klänge schon meine Flucht über die Häuserdächer in Canabalt begleitet haben. Ohrwurm reiht sich an Ohrwurm, und nicht selten erwische ich mich dabei die Melodien von Betus Blues oder Ballad of the Burning Squirrel zu pfeifen. Einzig die Remixes hätte man sich sparen können.

Game Cover
Red Dead Redemption

GTA im Wilden Westen – Diese Worte genügen eigentlich um Red Dead Redemption zu beschreiben. Das es nebenbei alles richtig macht, was seine Open-World Vorgänger von Rockstar Games bisher vernachlässigt haben, sollte man aber vielleicht nicht unerwähnt lassen. Wie nicht anders gewohnt sind die Produktionswerte auf höchstem Niveau. Die Grafik ist vielerorts atemberaubend schön, die Musik zwar spärlich aber akzentuierend eingesetzt und die Synchronsprecher passen perfekt. Eine konsistente Welt, glaubwürdige Charactere und die erstklassig präsentierte und erzählte Geschichte rund um den kantigen John Marston runden das Gesamtpaket ab. Das clevere Ende tut sein übriges – Red Dead Redemption ist mein Spielehighlight dieses Jahr!

Noch zu erwähnen ist, dass sich hier ohne RDR ein iOS Spiel wiedergefunden hätte, noch vor Heavy Rain, Mass Effect 2 und Assassins Creed Brotherhood. Galaxy on Fire 2 ist wirklich so gut. Schon erstaunlich, was mittlerweile so alles an Spielen im App Store erscheint. Der Ruf einer Plattform ausschließlich für Casualgames war einmal, schaut man sich die aktuellen Veröffentlichungen von Sim City, Lego Harry Potter, Secret of Mana und Co. an. Beeindruckend!

Movie Poster
Scott Pilgrim

Scott Pilgrim war für mich ohne Zweifel der Film des Jahres. Die Macher haben es verstanden, die Essenz des Comics auf das Medium Film herüberzuretten, ohne dabei in die üblichen Hollywood-Gefälligkeits-Fallen zu tappen. Alles was den Comic ausgemacht hat, ist auch hier zu finden: Seien es die markanten Charakere, die toll inszenierten Kämpfe oder der punktgenaue Humor. Je mehr man mit der Gamerkultur anfangen kann, desto mehr wird man auch die unzähligen Anspielungen des Films zu schätzen wissen. Großes Kino für eine kleine Zielgruppe, zu der ich mich glücklicherweise zählen kann. 🙂

Und was waren Eure Favoriten?

9 – Der Soundtrack

Frisch bei iTunes gesehen und direkt zugeschlagen: Der Soundtrack zu 9 von Danny Elfman und Deborah Lurie. Der am 9. September erscheinende Film basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm von Shane Acker, der bereits 2005 erschien und für einiges Aufsehen sorgte. Shane Acker gehört auch bei der Neuverfilmung zu den kreativen Köpfen hinter dem Projekt, bekommt diesmal allerdings Unterstützung von niemand geringerem als Tim Burton, der bei diesem Film voll in seinem Element ist.

9 Poster
Das Filmplakat von 9

Es verwundert kaum, dass Danny Elfman am Score zum Film beteiligt ist, arbeiten Burton und er doch bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich zusammen (beispielsweise bei Corpse Bride, Edward Scissorhands, Nightmare Before Christmas). Neu im Bunde ist diesmal Deborah Lurie, die zwar schon an einigen Soundtracks beteiligt war, aber sich bisher eher im Hintergrund hielt.

Schon beim ersten Reinhören wird klar, dass es sich auch diesmal weitgehend um eine klassische Elfman Komposition handelt. Die düster-märchenhaften Klänge, die zum Markenzeichen seiner Arbeiten für Burton geworden sind, sind natürlich auch auf diesem Album vertreten. Dazu gesellen sich in einigen Tracks Melodien, die man sonst eher in seinen Superhero-Werken wie Spiderman, Hulk oder Tim Burtons Batman vermuten würde. Auch klingen einige Passagen ungewohnt John Williams inspiriert – Möglicherweise zeigt sich hier der Einfluss von Lurie.

Wenn man dem Soundtrack eines vorwerfen kann, dann seine Länge von gerademal 43 Minuten. Da allerdings auch der Film nur knappe 80 Minuten lang ist, ist das verständlich.

Zur Wiedergutmachung wurde das im Trailer so passend eingesetzte Welcome Home von Coheed and Cambria mit auf das Album gepackt. Eine nette Geste, insbesondere da es vorher nicht im iTunes Store erhältlich war. Ich freue mich schon auf den Film!

[youtube mDH0e73_j8M]

Random Stuff #3

Musik:
Am 29. Juni war es endlich soweit – In der Philipshalle in der Nähe von Düsseldorf besuchte ich mit einer Freundin das von mir lange herbeigesehnte Konzert der Nine Inch Nails. Aufgrund meiner bereits über die offizielle Bandwebsite gesicherten Tickets war schon der Einlass ein Traum – Freie Platzwahl war hier durchaus wörtlich zu nehmen. Auch das Konzert selbst enttäuschte nicht: Die Band wie auch die Zuschauer waren in Hochform, die Atmosphäre unbeschreiblich. Man konnte förmlich spüren, dass die Band ihren Spaß hatte. Auch die Setlist war phantastisch gewählt, darunter sogar einige sehr selten live gespielte Publikumsfavoriten. Zusammenfassend kann ich das Konzert nur als WHOOOOW!!! beschreiben! Ich wäre am liebsten noch auf das am nächsten Tag folgende Konzert in Berlin gegangen. Schade das es mit dem Ende der Tour vorerst vorbei sein wird mit NIN. Nicht ohne Grund war der Name der Tour „Wave Goodbye“…
In direktem Zusammenhang damit steht eine Gruppe, deren Songs ich derzeit öfter höre: Mew. Diese waren die Vorgruppe beim Konzert und haben mir gut genug gefallen um mir eines ihrer Alben bei iTunes zu kaufen. Mehr dazu folgt demnächst in einem eigenen Posting.

Games:
In den letzten Tagen habe ich inFamous durchgespielt, ein Open-World-Superhelden-Action-Adventure für Sonys PS3. Neben der Musik, die ich bereits hier ausführlich besprochen habe, wusste auch die Story zu gefallen, welche passenderweise in kurzen Comic-artigen Sequenzen erzählt wird. Insbesondere das Ende hat es mir angetan. Nicht ganz so gelungen sind die sich wiederholenden Sidequests und die stellenweise etwas lieblose Grafik. Dennoch ist inFamous ein tolles Spiel, das man sich als PS3-Besitzer auf jeden Fall einmal ansehen sollte.

[youtube kkNTcsfFJqs]

Dazu habe ich ein wenig Punch-Out!! auf der Wii gezockt, ein Remake eines NES-Klassikers. Gesteuert wird ganz im Sinne des Originals per Steuerkreuz und zwei Buttons – Wildes Schattenboxen mit der Wiimote ist zwar optional ebenfalls möglich aber wenig empfehlenswert, da einfach zu träge und unpräzise. Im Gegensatz zu anderen Boxgames wie beispielsweise EA’s Fight Night Serie steht der Spaß im Vordergrund – Realismus sucht man hier vergeblich. Ziel des Spiels ist es, Boxkämpfe mit dem Newcomer Little Mac zu bestreiten und natürlich zu gewinnen. Dabei tritt er gegen allerhand skurriler Gegner an, die jeweils eine bestimmte Schwachstelle haben, die es zu finden und auszunutzen gilt. Nicht selten wirkt das Spiel deswegen eher wie ein Puzzlegame als ein Actiontitel.

Filme:
Im Kino gab es zuletzt Ice Age 3 zu sehen, der mir nach dem etwas schwächeren zweiten Teil wieder sehr gut gefiel. Dazu handelte es sich um eine Vorstellung in 3D: Der Sprung den die Technik hier seit den alten Rot/Grün-Brillen gemacht hat ist ohne Zweifel beachtlich. Ich bin schon sehr auf Pixars UP gespannt, welcher (wie wohl alle kommenden Animationsfilme) ebenfalls in 3D zu sehen sein wird. Heute Abend geht es in Harry Potter and the Half-Blood Prince. Da ich die Bücher nicht gelesen habe bin ich gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

Kryptographie:
Nachdem mir Bruce Schneiers erstes Buch, Applied Cryptography, schon hervorragend gefallen hat und ich auch sein Blog regelmäßig lese, war es unumgänglich mir im Anschluss auch sein zweites Buch, Secrets and Lies, zuzulegen. Es ist beeindruckend, wie locker er mit dem Thema umzugehen vermag. Sachliche Artikel und humorvolle Beispiele gehen fließend ineinander über und veranschaulichen die Probleme auf äußerst unterhaltsame Art.
Seit einigen Wochen verschlüssele ich nun mein MacBook Pro mit PGP Whole Disk Encryption und bin erstaunt, wie wenig Ressourcen AES-256 auf einem halbwegs aktuellen Computer bindet. Im normalen Arbeitsalltag ist nichts davon zu merken, und selbst Spiele büßen kaum an Geschwindigkeit ein. Einzig Festplattenintensive Anwendungen wie Final Cut werden wie erwartet spürbar langsamer. Neben der erhöhten Sicherheit gegenüber Filevault (welches nur das Home-Verzeichnis verschlüsselt) arbeitet WDE auch problemlos mit Time Machine zusammen, was es noch reizvoller erscheinen lässt. Wenn ihr viel mit eurem Laptop unterwegs seid und darauf Daten habt, die ihr auf keinen Fall in fremden Händen wissen wollt, dann ist die Investition mit Sicherheit sinnvoll.
Windows Vista User können auch das darin kostenlos enthaltene Bitlocker verwenden, welches ebenfalls mit AES-256 arbeitet, aber ein paar kleinere Nachteile aufweist. Für die meisten Anwender wird es aber sicherlich schon ausreichen. Hierbei kann ich zwar nichts zur Performance schreiben, aber ich denke die wird sich nicht dramatisch von der von PGP WDE unterscheiden. Eine weitere kostenlose Lösung für Windows-User ist das beliebte TrueCrypt, welches kaum Wünsche offen lässt.

Random Stuff #2

Musik:
Als Einstimmung auf das Konzert im Juni höre ich natürlich noch immer verschiedene Nine Inch Nails-Alben rauf und runter. Dazu kommen einige etwas ältere Soundtracks, beispielsweise läuft gerade im Augenblick Auto Assault von Richard Dekkard.

Games:
Nicht viel neues gibt es auf der Spielefront. OutRun Online Arcade weckte alte Erinnerungen bei der Jagd nach Highscores und macht zwischendurch immer wieder Spaß, The Path ist ebenso ungewöhnlich wie fesselnd, Flight Control kann auf dem iPhone trotz simplem Spielprinzip begeistern und zu guter Letzt überlege ich, mir die Vollversion von Space Invaders Extreme zuzulegen. Bei den Vollpreistiteln hingegen herrscht für mich derzeit leider weitgehend Flaute. Andererseits habe ich momentan auch nicht so recht die Lust auf das, was der Markt so ausspuckt. Selbst Gears of War 2, dessen Vorgänger imho eines der beste 360 Spiele war, liegt hier weitgehend ungespielt herum. Skate 2 habe ich gar nicht erst gekauft, trotz brilliantem Erstling. Stattdessen setzt sich der Trend fort, der mit Brasilien begann: Außergewöhnliche Games wie Rez, Flower, Portal, Braid und Auditorium ersetzen bei mir zunehmend Halo, C&C und Co. Vielleicht bin ich einfach übersättigt? Nichts desto trotz warte ich noch immer auf Mass Effect 2, Starcraft 2 und das hoffentlich erscheinende Sequel von Syndicate.

Filme:
Im Kino konnten mich zuletzt Star Trek und Slumdog Millionaire begeistern. Ersterer ist meiner Meinung nach ein gelungener Reboot der Franchise, die Schauspieler passen hervorragend und auch nicht-Fans werden mit dem Film ihren Spaß haben. Bei Slumdog Millionaire handelt es sich um ein fesselndes Drama, welches seine acht (!) Oscars mehr als verdient hat.
Daneben habe ich Konzert-DVDs (bzw. Blu-Rays) zu schätzen gelernt. Neben Beside You In Time (Nine Inch Nails) besitze ich nun auch End Of An Era (Nightwish) und Black Symphony (Within Temptation), die mir allesamt sehr gut gefallen.

Web:
Die Diskussion um die geplante Sperrung von Websites seitens der Regierung bzw. des BKA ist noch immer in vollem Gange. Und auch wenn die Petition gegen das Vorhaben bereits genug Stimmen für eine Anhörung gesammelt hat, so kann es nicht schaden wenn auch ihr Euch noch daran beteiligt.

Kryptographie:
Im aktuellen Digital Underground Podcast kommt Bruce Schneier zu Wort und gibt seine Meinung zu verschiedenen Sicherheits-Themen zum besten, darunter den Wettbewerb um die Ablösung der alten SHA- und MD5-Algorithmen.

Tops und Flops 2008

Da sich das Jahr nun langsam dem Ende nährt, beglücke ich Euch hiermit mit meinen persönlichen drei Top-Kandidaten dieses Jahres in den Kategorien Filme, Musik und natürlich Games. Die Reihenfolge der Benennungen könnt ihr getrost ignorieren, seht einfach alle drei als erste Plätze :). Zusätzlich gibt es in jeder Kategorie etwas, dass mich dieses Jahr enttäuscht hat. Aber genug geschwafelt:

Games

Ohne Zweifel die meiste Zeit habe ich dieses Jahr mit den beiden Teilen von RockBand verbracht. Das Spiel ist einfach ein Multiplayer-Kracher und hat sich seinen Platz in dieser Liste redlich verdient. Im Einzelspieler-Bereich vermochten mich das Xbox Live Arcade Spiel Braid und Metal Gear Solid 4 besonders zu fesseln. Während Ersteres durch eine intelligente Story und brilliante Puzzles überzeugen kann, so sind es bei MGS4 die perfekt durchgestylten cineastischen Momente, die in den Bann ziehen.

Enttäuschend: Die Art, wie Sony die Moderation benutzer-erstellter Levels in LittleBigPlanet angegangen ist, war mehr als unglücklich. Schade, denn eigentlich ist das Spiel wirklich toll gemacht.

Musik

Mit Darkness and Starlight haben Nobuo Uematsu und seine Kollegen bei den Black Mages erneut ein erstklassiges Album abgeliefert. Bei dem titelgebenden 15-minütigen Song ist es ihnen erneut gelungen, ihre Fans zu überraschen: Mit einer Rock-Oper, die von Maria und Draco aus Final Fantasy VI handelt und natürlich auch auf dessen Soundtrack basiert. Das Experiment ist geglückt, und ich bin sehr auf das nächste Album gespannt. Neben dem hier schon ausführlicher besprochenen, Ohrwurm-gefüllten Album zu Dr. Horrible’s Sing-Along Blog gehört auch die CD zum Spielemusik-Event Video Games Live, welches ich dieses Jahr in Leipzig besuchen durfte, zu meinen Lieblingen.

Bonus: Erst dieses Jahr entdeckt und für gut befunden – Brian Tyler’s Soundtrack zu Children of Dune von 2003.

Enttäuschend: Day & Age von The Killers blieb leider hinter meinen Erwartungen zurück. Zu poppig die Songs, zu langweilig die Rhythmen – Keinesfalls schlecht, aber ich habe mir deutlich mehr erhofft.

Filme

Bereits Anfang des Jahres erschienen, und immernoch in der Liste: Juno und Iron Man. Beiden gemein ist, dass die Hauptdarsteller perfekt passen und in ihren Rollen voll überzeugen – Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Damit enden aber naturgemäß die Gemeinsamkeiten zwischen dem Drama um ein schwangeres Mädchen und der Verfilmung eines Comics um einen profitversessenen Waffenhändler, der zum Superhelden wird. Oh, und natürlich sind Beide absolut genial :). Der dritte im Bunde ist ebenfalls ein Film über einen Comic-Helden: The Dark Knight, die Fortsetzung zu Batman Begins. Hier sticht insbesondere Heath Ledger in seiner Rolle des Joker hervor und spielt Christian Bale (Batman) gnadenlos an die Wand.

Enttäuschend: Indiana Jones 4 gehört zu den Sequels, die man lieber hätte lassen sollen. Gut gemeint, aber… – Schade drum.
Sonderpreis: The Ruins lief in der Sneak Preview und lässt mich ohne zu zögern den Goldenen Hundehaufen zücken. Ich bereue jede Minute, die ich im Kino mit diesem Film verbracht habe. Wow, war der schlecht!

Was waren dieses Jahr Eure Favoriten und Enttäuschungen?