Random Stuff #3

Musik:
Am 29. Juni war es endlich soweit – In der Philipshalle in der Nähe von Düsseldorf besuchte ich mit einer Freundin das von mir lange herbeigesehnte Konzert der Nine Inch Nails. Aufgrund meiner bereits über die offizielle Bandwebsite gesicherten Tickets war schon der Einlass ein Traum – Freie Platzwahl war hier durchaus wörtlich zu nehmen. Auch das Konzert selbst enttäuschte nicht: Die Band wie auch die Zuschauer waren in Hochform, die Atmosphäre unbeschreiblich. Man konnte förmlich spüren, dass die Band ihren Spaß hatte. Auch die Setlist war phantastisch gewählt, darunter sogar einige sehr selten live gespielte Publikumsfavoriten. Zusammenfassend kann ich das Konzert nur als WHOOOOW!!! beschreiben! Ich wäre am liebsten noch auf das am nächsten Tag folgende Konzert in Berlin gegangen. Schade das es mit dem Ende der Tour vorerst vorbei sein wird mit NIN. Nicht ohne Grund war der Name der Tour „Wave Goodbye“…
In direktem Zusammenhang damit steht eine Gruppe, deren Songs ich derzeit öfter höre: Mew. Diese waren die Vorgruppe beim Konzert und haben mir gut genug gefallen um mir eines ihrer Alben bei iTunes zu kaufen. Mehr dazu folgt demnächst in einem eigenen Posting.

Games:
In den letzten Tagen habe ich inFamous durchgespielt, ein Open-World-Superhelden-Action-Adventure für Sonys PS3. Neben der Musik, die ich bereits hier ausführlich besprochen habe, wusste auch die Story zu gefallen, welche passenderweise in kurzen Comic-artigen Sequenzen erzählt wird. Insbesondere das Ende hat es mir angetan. Nicht ganz so gelungen sind die sich wiederholenden Sidequests und die stellenweise etwas lieblose Grafik. Dennoch ist inFamous ein tolles Spiel, das man sich als PS3-Besitzer auf jeden Fall einmal ansehen sollte.

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Dazu habe ich ein wenig Punch-Out!! auf der Wii gezockt, ein Remake eines NES-Klassikers. Gesteuert wird ganz im Sinne des Originals per Steuerkreuz und zwei Buttons – Wildes Schattenboxen mit der Wiimote ist zwar optional ebenfalls möglich aber wenig empfehlenswert, da einfach zu träge und unpräzise. Im Gegensatz zu anderen Boxgames wie beispielsweise EA’s Fight Night Serie steht der Spaß im Vordergrund – Realismus sucht man hier vergeblich. Ziel des Spiels ist es, Boxkämpfe mit dem Newcomer Little Mac zu bestreiten und natürlich zu gewinnen. Dabei tritt er gegen allerhand skurriler Gegner an, die jeweils eine bestimmte Schwachstelle haben, die es zu finden und auszunutzen gilt. Nicht selten wirkt das Spiel deswegen eher wie ein Puzzlegame als ein Actiontitel.

Filme:
Im Kino gab es zuletzt Ice Age 3 zu sehen, der mir nach dem etwas schwächeren zweiten Teil wieder sehr gut gefiel. Dazu handelte es sich um eine Vorstellung in 3D: Der Sprung den die Technik hier seit den alten Rot/Grün-Brillen gemacht hat ist ohne Zweifel beachtlich. Ich bin schon sehr auf Pixars UP gespannt, welcher (wie wohl alle kommenden Animationsfilme) ebenfalls in 3D zu sehen sein wird. Heute Abend geht es in Harry Potter and the Half-Blood Prince. Da ich die Bücher nicht gelesen habe bin ich gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

Kryptographie:
Nachdem mir Bruce Schneiers erstes Buch, Applied Cryptography, schon hervorragend gefallen hat und ich auch sein Blog regelmäßig lese, war es unumgänglich mir im Anschluss auch sein zweites Buch, Secrets and Lies, zuzulegen. Es ist beeindruckend, wie locker er mit dem Thema umzugehen vermag. Sachliche Artikel und humorvolle Beispiele gehen fließend ineinander über und veranschaulichen die Probleme auf äußerst unterhaltsame Art.
Seit einigen Wochen verschlüssele ich nun mein MacBook Pro mit PGP Whole Disk Encryption und bin erstaunt, wie wenig Ressourcen AES-256 auf einem halbwegs aktuellen Computer bindet. Im normalen Arbeitsalltag ist nichts davon zu merken, und selbst Spiele büßen kaum an Geschwindigkeit ein. Einzig Festplattenintensive Anwendungen wie Final Cut werden wie erwartet spürbar langsamer. Neben der erhöhten Sicherheit gegenüber Filevault (welches nur das Home-Verzeichnis verschlüsselt) arbeitet WDE auch problemlos mit Time Machine zusammen, was es noch reizvoller erscheinen lässt. Wenn ihr viel mit eurem Laptop unterwegs seid und darauf Daten habt, die ihr auf keinen Fall in fremden Händen wissen wollt, dann ist die Investition mit Sicherheit sinnvoll.
Windows Vista User können auch das darin kostenlos enthaltene Bitlocker verwenden, welches ebenfalls mit AES-256 arbeitet, aber ein paar kleinere Nachteile aufweist. Für die meisten Anwender wird es aber sicherlich schon ausreichen. Hierbei kann ich zwar nichts zur Performance schreiben, aber ich denke die wird sich nicht dramatisch von der von PGP WDE unterscheiden. Eine weitere kostenlose Lösung für Windows-User ist das beliebte TrueCrypt, welches kaum Wünsche offen lässt.

Analog vs. Digital 1:0

Nichts neues gibt es von mir aus dem Bereich der digitalen Medien: Mein Konsum an Videospielen, Filmen und Serien ging in den letzten Wochen deutlich zurück, einzig einige Rockband-Sessions und die Vollversion von Auditorium haben nennenswert Zeit beansprucht. Wer damals versäumt hat, sich die Demo des letztgenannten Spiels anzusehen, sollte das unbedingt nachholen!

Stattdessen widme ich mich derzeit verstärkt dem Rollenspiel und lese mich in mein neues Hobby, Kryptographie, ein. An dieser Stelle muss ich Bruce Schneier positiv erwähnen, der mit „Angewandte Kryptographie“ das humorvollste (!) Sachbuch geschrieben hat, dass mir je begegnet ist – Und das zu einem Thema, bei dem die Meisten an trockene Zahlen denken. Sein zweites Buch, Secrets & Lies, ist dementsprechend bereits vorgemerkt.
Passend dazu bin ich einem Verein beigetreten, in dem sich viele Gleichgesinnte tummeln.