Life is Complicated…
…sinnierte Nico Bellic in GTA4. Und ganz unrecht hatte er damit nicht: Immer wieder gibt es Situationen im Leben, die eine Entscheidung zwischen zwei Katastrophen verlangen. Leider gibt es dabei nicht immer ein kleineres Übel. Manchmal wünscht man sich nur zwischen Pest und Cholera entscheiden zu müssen, als zwischen seinen realen Problemen…
Damals stellte mich GTA4 in einer Mission vor die Wahl, einen von zwei Schwerverbrechern zu erschießen. Ich wollte keinen von Beiden laufen lassen, doch das Spiel ließ nur einen einzigen Schuss zu. Da kam mir eine Idee: Ich packte das Gewehr weg und griff auf den Raketenwerfer zurück, der das Problem mit einem einzigen Treffer lösen würde. Doch das Spiel war nicht darauf ausgelegt, auf diese Weise überlistet zu werden. Es stürzte ab.
Genauso ist es im realen Leben. Man muss eine Entscheidung treffen. Es gibt keine Möglichkeit, diesen Dingen langfristig aus dem Weg zu gehen. Und selbst wenn man es versucht, wird es sich irgendwann rächen. Das Problem wird immer präsenter, je länger man es hinauszögert. Man stürzt ab.
Doch wie soll man das verhindern? Kurzum, man kann es niemals ganz verhindern. Entscheidungen bringen Konsequenzen mit sich, mal kleinere, mal größere. Man kann lernen damit zu leben, kann mit Freunden darüber reden, kann sich anhören was sie dazu zu sagen haben. Doch sie werden euch niemals die Entscheidung abnehmen. Ich habe mich entschieden.
Random Babbling
Liebe und Freundschaft sind zerbrechliche Güter. Selbst wenn man sich seit Jahren hervorragend miteinander versteht, so können schon unscheinbare Taten zum falschen Augenblick das Ende bedeuten. Änderungen der Persönlichkeiten finden dauernd, meist schleichend statt, und irgendwann ist es dann soweit, dass selbst ein winziges Ereignis das Fass schließlich zum überlaufen bringt. Man beschließt, getrennte Wege zu gehen oder zumindest die Art des Miteinanders zu verändern. Aus Liebe wird gute Freundschaft, aus guter Freundschaft eine einfache Freundschaft, und aus dieser schließlich ein(e) Bekannte(r). In schlimmeren Fällen wechselt das Verhältnis gar über mehrere Ebenen bis hin zur untersten Stufe: „Ich will dich nie wieder sehen!“
Doch zum Glück für uns alle funktioniert das auch in die andere Richtung, sonst wäre der Mensch eine wahrhaft einsame Spezies. Nicht immer entfernt man sich durch die Veränderung der eigenen Persönlichkeit von anderen Menschen – Ebenso oft kommt man ihnen dadurch auch näher. Dieser Fluss ist es, der unser Leben bestimmt, der uns am Leben hält.
Doch warum schreibe ich das, wo es doch so offensichtlich ist und wir ohnehin alle davon betroffen sind?
Zum Einen natürlich, weil ich momentan davon besonders betroffen bin und sich innerhalb kürzester Zeit die Verhältnisse zu einigen meiner Mitmenschen verändert haben - Mal in die eine Richtung, mal in die Andere. Mal nur in kleinen Schritten, mal in größeren. Ich betrachte einige Personen nun aus einem anderen Blickwinkel.
Zum Anderen um Euch daran zu erinnern, wie schnell die Dinge ihren Lauf nehmen können. Um auch mich selbst daran zu erinnern, wie schnell die Dinge ihren Lauf nehmen können.
