Tag 30 und 31 – Eine weitere Abschiedsfeier
Man scheint hier wirklich froh zu sein, mich loszuwerden. Denn anstatt mich nach der Abschiedsfeier vom Freitag langsam wieder zu verdrängen, möchte man wohl endgültig mit mir abschließen. Anders ist es nicht zu erklären, dass am Montag mit weitgehend den gleichen Leuten eine zweite Abschiedsfeier stattfand. Was es hierbei zu Essen gab, muss ich wohl nicht mehr extra erwähnen. Wie üblich war es viel zu viel und die Reste werden den Gastgeber, den ältesten meiner Onkel väterlicherseits, wohl noch viele weitere Tage erfreuen. Auf den Bildern ist davon nur knapp ein Viertel zu sehen:



Der heutige Tag bestand primär aus Reisevorbereitungen und Nichtstun, kurz unterbrochen vom Kistentransport im Rahmen des Umzugs meines Vaters. Die Hauptarbeit übernimmt glücklicherweise eine Umzugsfirma am Freitag, sonst wäre dies ein wenig entspannter Urlaub geworden. ![]()
Da ich nun alle meiner persönlichen Daten auf diesem Rechner beseitigen werde, wird man hier erst aus Deutschland wieder neue Beiträge von mir finden. Danke fürs Lesen!
Neues vom Alice-Film
Dass für mich American McGee's Alice zu den besten Spielen aller Zeiten gehört, ist kein Geheimnis. Auch dass schon länger ein Film zum Spiel (mit Sarah Michelle Gellar in der Hauptrolle) geplant war, hat man schon öfters gelesen – Sogar in jüngsten Interviews mit McGee selbst wurde der Pre-production-Status bestätigt. Sogar für mich neu ist allerdings, dass SMG selbst nun offenbar im Besitz der Filmrechte für Alice ist. Dem Interview auf SciFi.com zufolge scheint sie, trotz Rückschlägen, sehr daran interessiert zu sein den Stoff letztendlich auf Zelluloid zu bannen:
„[...] We got the rights to it, and Universal wound up getting really excited and put a lot of money into it, and then it's the usual story. There was a regime change.“
But Gellar said that she hasn't given up on developing the game as a movie. „It's still my project, and I'm still working diligently. So to all those Alice fans, I'm not giving up. Because I believe there is such a beautiful, crazy, cool, twisted story to be told there.“
Calling the movie „the frustration of my life,“ Gellar joked: „I'll do it if I have to get down and write it myself one of these days. I may have to.“
Tag 26 bis 29 – Das Ende naht
Der Donnerstag war von den Vorbereitungen meiner Abschiedsfeier geprägt, die am Freitag stattfand. Am späten Abend schaute meine Tante nochmal mit ihrem Mann vorbei – Und lieferte mir die nächsten fünf Folgen der zweiten Heroes Staffel. Daneben beäugten sie mißtrauisch meinen WCC.
Nach dem Aufstehen und der obligatorischen Dusche war erstmal Heroes-Zeit. Fünf Episoden sind leider viel zu schnell vorbei. Und das Ende befriedigt natürlich auch nicht...
Zur Feier selbst hat sich nochmal ein Großteil meiner Verwandschaft eingefunden. Zu Essen gab es, wie sollte es anders sein, Churasco. Bevor uns letztendlich alle Gäste verließen und von mir verabschiedeten, wollten nun auch weitere Leute aus meiner Verwandschaft den original Aperture Science Weighted Companion Cube zu Gesicht bekommen. Ich bezweifle, dass irgendjemand davon versteht, was es damit auf sich hat und meine Erklärungsversuche sind wohl weitgehend gescheitert. Ich konnte letztendlich jedem nur empfehlen, Portal durchzuspielen oder zumindest jemandem dabei zuzuschauen.

Am Samstag besuchten wir einen Bekannten meines Vaters, der ebenfalls kürzlich nach Brasilien ausgewandert ist. Den Großteil des Tages verbrachte ich jedoch mit seinem Sohn und der Neuinstallation von Windows XP auf dessen Rechner, nachdem dieser schon beim ersten hochfahren einen BSoD zeigte und sich anderen Rettungsversuchen gnadenlos widersetzte. Zumindest für eine Runde Micro Machines auf einem SNES Emulator hatten wir anschließend noch Zeit.
Heute ging es erneut zu meiner Stiefschwester nach Itajaí, wo es Kaffee und Kuchen gab. Da ich ersteres bekanntlich nicht leiden kann, nahm ich mit einem Kakao vorlieb. Wo wir gerade beim Thema sind: Danach versuchten wir in den zwei hiesigen großen Supermärkten, Kaffee (in Bohnenform) für meine Mutter aufzutreiben - Jedoch vergeblich. Es gibt dutzende Kaffeesorten, aber selbst mahlen scheint sogar hier aus der Mode zu sein.
Darüber hinaus war Metal Slug 3 auf der PSP angesagt. Nachdem wir ja in Curitiba auf der Xbox360 hoffnungslos versagten, konnte ich bei der Handheld-Version (Unendlichen Continues sei Dank) wenigstens das Ende sehen.
Curitiba aftermath
Hallo Zusammen!
Meine Cousine hat mich gebeten, die Sache mit dem Alligator in Curitibas Park klarzustellen. Entgegen meiner Behauptung handelt es sich nicht um eine Urban Legend. Um dies zu unterstreichen, sollte ich mich auf Youtube nach entsprechenden Beiträgen umsehen. Natürlich habe ich genau das getan, und ich muss hiermit zugeben: Sie hat Recht.
Hey all!
Just a quick note here. My cousin wanted me to clarify that the alligator in curitiba's park is not an urban legend, but indeed a true story. She told me to check for some videos on youtube, and surely I did. So I have to admit: She is right.
Tag 24 und 25 – Geburtstag und Jesus
Nach meiner Rückkehr aus Curitiba frisch erholt, ging es am Dienstag zur Geburtstagsfeier meines Onkels. Neben mit Würstchen belegten Brötchen, einer Art Lasagne und Kuchen gab es auch Brownies. Schon über eine Woche ohne Churasco – Ich bin beeindruckt.

Heute besuchten wir Jesus. Der steht hier in Form einer Statue auf einem Berg (vergl. hier) und erfreut die Bewohner mit seinem in der Schüssel integrierten Skybeamer, der in der Regel auf die Häuser der Stadt strahlt. Daneben wechselt er des Nachts regelmäßig die Farbe. Wir waren allerdings tagsüber bei ihm und wurden so von den Lichtspielen verschont. Einzig das dort oben permanent laufende Conquest of Paradise nervte gewaltig.

This was a triumph
I’m making a note here: huge success
It’s hard to overstate my satisfaction
Wer es noch nicht verstanden hat: Ich habe meinen Weighted Companion Cube aus der Gefangenschaft bei der brasilianischen Post befreit. Diese wurde wohl angesichts eines großen Paketes mit nahezu null Gewicht (soviel zum Thema „weighted“...) aber einer 130$ Wertangabe etwas stutzig und vermutete wohl Drogen darin. Als ob es in den USA irgendwas gäbe, was sie hier nicht hätten... Naja, zum Glück haben sie ihn nicht aufgeschnitten. Es geht ihm soweit gut:

Ebenfalls Portal-related: Wer schon immer mal wissen wollte, was die Turrets aus Portal so den ganzen Tag treiben, sollte sich dieses Video einmal anschauen.
Tag 20 bis 23 – Curitiba Zusammenfassung Teil 2
Nun sind wir bei zweiten Teil meiner Zusammenfassung angelangt. Da wir hierbei jedoch weniger aktiv unterwegs waren, erspare ich mir eine Auflistung der einzelnen Tage. Stattdessen liefere ich euch einen kurzen Abriss darüber, was generell geschah.
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, wollten wir uns ja eigentlich die beiden anderen zur Rache-Trilogie gehörenden Filme ansehen. Dummerweise mussten wir feststellen, dass die DVDs nur portugiesische und koreanische Tonspuren und Untertitel hatten. Somit war diese Idee leider gestorben. Stattdessen sahen wir im Verlauf der Woche folgende Filme:
Curse of the Golden Flower (leider nicht ganz so gut wie Tiger & Dragon und Co.)
Garden State (gefiel mir überraschend gut)
The Salton Sea (nicht wirklich mein Fall)
Thank You for Smoking (kann man sich ansehen)
It's All Gone Pete Tong (auch hier: Nicht ganz mein Fall, auch wenn er stellenweise ganz witzig war)
Perfume: The Story of a Murderer (immernoch ein guter Film)
Dazu kamen noch die ersten fünf Folgen der zweiten Staffel von Heroes. Das ist der Punkt, an dem ich darauf hinweisen muss, wie gemein Cliffhanger sind...
Außerdem besuchten wir den Freund meiner älteren Cousine, was mir einen Hauch von Zuhause vermittelte. Warum? Drei Worte: HDTV, Xbox360, Pizza
Noch Fragen? Nein? Gut, dann machen wir weiter:
Natürlich waren wir nicht nur Couch-Potatoes, sondern besuchten auch noch weitere Örtlichkeiten. Darunter einen Park, der zu ehren eines deutschen Bürgers angelegt wurde (und auf Schildern die Story von Hänsel und Gretel präsentiert), die hiesige Oper und ein Gelände, dass von diversen Bands schon als Freiluftbühne genutzt wurde:

Und noch ein weiterer Park war dabei – Der letzte mir noch fehlende. Hervorzuheben ist hier eine Art der Sommerrodelbahn auf einem breiten abschüssigen Weg. Im Gegensatz zu den Vertretern bei uns werden dort keine Rollbretter vermietet – Das Ganze ist kostenlos. Die Gefährte dafür baut man sich allerdings auch selbst. Neben diversen klapprigen Gestellen gab es auch einige Skateboarder, die diese Strecke nutzten.
Generell scheint mir Curitiba ein idealer Ort für diesen Sport zu sein. Nicht selten fragt man sich in den entsprechenden Videospielen, ob diese oder jene Kante eigentlich einen bestimmten Zweck erfüllt, oder ob sie einfach nur platziert wurden um das Spiel für den Spieler interessanter zu gestalten. Nun - Genau solche Kanten, Rampen und Bauten gibt es hier zuhauf. Man sieht sie und fragt sich, ob man dabei wohl an die Skater der Stadt gedacht hat...
Die Abreise gestaltete sich als schwieriger denn erwartet, denn zur Fahrt mit dem Bus ist hier ein Ausweis nötig. Dieser lag jedoch an meinem Zielort...
Eine Express-Lieferung per Post löste das Problem, und so kam ich dann am Montag Abend doch noch unversehrt in Balneário Camboriú an. Danke nochmal an meine Gastgeberinnen, die sich diesen Eintrag sicherlich übersetzen lassen werden
.
P.S.: Wo wir gerade beim Thema Expresslieferung waren – Meine International Express Lieferung ist leider noch immer nicht angekommen. Angeblich hätte es einen Zustellversuch gegeben, aber von dem weiß hier niemand etwas. Morgen werde ich bei der Post vorbeischauen und die Sache hoffentlich klären.

Star Trek 11 – Der Daumenkino-Teaser ist da!
Nachdem in den letzten Tagen bereits ein Bild der Enterprise aus dem Teaser aufgetaucht ist, hat nun das komplette Video seinen Weg ins Netz gefunden. Auch wenn das Miniformat mehr erahnen als wirklich erkennen lässt, so kann man dem Schnipsel doch zumindest entnehmen, dass der Film tatsächlich bereits Ende 2008 im Kino zu erwarten ist. Auch die Schauspielerriege wird noch einmal bestätigt. Mir bislang noch nicht bekannt war, dass Lost-Komponist Michael Giacchino für den Score verantwortlich sein wird.
Achja, die offizielle Website zum Film ist auch seit einigen Tagen online. Zu sehen gibt es allerdings noch nichts.
Tag 16 bis 19 – Curitiba Zusammenfassung Teil 1
Mahlzeit werte Leserschaft. Entgegen meines letzten Postings gibt es nun doch schon Heute ein Update. Der Hauptgrund dafür: Ich mache die Woche voll und bleibe noch bis Montag hier.
Abgesehen davon, dass es einfach etwas Anderes ist, mit in etwa gleichaltrigen Leuten durch die Gegend zu ziehen, gefällt es mir hier einfach deutlich besser – ganz ohne Strand. Und so haben wir die letzten Tage verbracht...
Montag morgen ging es los. Früher als mir lieb war standen meine beiden Cousinen sowie der Freund der Älteren vor der Tür, um mich einzusammeln. Die Müdigkeit blieb allerdings nicht mir allein vorbehalten – Alle hatten damit zu kämpfen. Ein paar Stunden holprige Fahrt und seltsame Verkehrssituationen später erreichten wir dann endlich die Grenzen der Stadt.

Wenig später erreichten wir die Wohnung, welche meine beiden Cousinen zusammen mit meinem Cousin bewohnen. Nach einer Stärkung in einem Selbstbedienungs-Restaurant bekam ich von meiner älteren Cousine eine erste Führung durch die City. Dabei ging es auch in einen der vielen Parks der Stadt. Dieser hier bestach neben einem gewaltigen Schild mit Verboten (an die sich niemand hielt) durch eine Urban Legend: Angeblich sollte es hier irgendwo einen Alligator geben. Das einzige, was jedoch zu finden war, ist eine Statue zu Ehren desselben.
Am Dienstag verwendeten wir den Bus, um einen groben Überblick über die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bekommen. Dazwischen schauten wir in weiteren Parks vorbei. Ganz ohne Alligatoren, dafür nochmal ein Stück schöner.


Kurz vor Mitternacht beschloss meine jüngere Cousine, ihr Versprechen vom Kuchen wahr zu machen und meinem the cake is a lie ein Ende zu setzen.

Mittwoch wurde erstmal ausgeschlafen. Anschließend besuchten wir den botanischen Garten sowie das höchste Gebäude der Stadt, den Sendeturm. Leider hat man es versäumt, dort oben eine schmucke Bar oder ein Restaurant einzurichten, und so ging es nach einigen Runden „Aussicht genießen“ schon wieder nach unten. Natürlich nicht ohne ein Panorama-Video aufzunehmen und ein paar Bilder zu knipsen. Das Abendessen bestand aus einer Pizza. Im Gegensatz zu jenem Gerät in diesem Beitrag hatte sie normale Ausmaße und stellte kein Problem dar.


Heute (Donnerstag) besuchten wir das Museum der Stadt. Hier gab es gleich mehrere Ausstellungen zu sehen – Die beeindruckendste davon waren mit Abstand Modelle der Werke des Architekten Oscar Niemeyer, nach dem das Museum auch benannt ist. Daneben gab es einen Gang, der von den Besuchern immer wieder gern als Lichtschwert-Duellraum genutzt wird. Sobald ich wieder in Deutschland bin, werde auch ich mich mit Photoshop an den entsprechenden Fotos austoben.

Das Abendessen bestand aus Doritos und Hackfleisch, was erstaunlich gut harmoniert. Später besuchten wir noch einen kleinen Club, in dem auch der Freund meiner jüngeren Cousine hin und wieder auflegt. Und mit klein meine ich klein – Die meisten von Euch haben wohl größere Wohnungen. Dennoch waren sie recht gut ausgestattet, was Beleuchtung, DJ und Bar angeht. Wofür man hier allerdings gefühlte fünf Rausschmeißer benötigt, ist mir nicht ganz klar...
Ich melde mich wieder, sobald es sich ergibt - Spätestens aus Balneário Camboriú.
Ping aus Curitiba
Nur ein kleines Update, da ich gerade meine Cousinen vom hochgradig wichtigen Orkut abhalte und das Abendessen naht:
Ich lebe noch und werde vorraussichtlich am Freitag Abend wieder zurück in Balneário Camboriú sein. Erst dann werde ich wahrscheinlich wieder ausführlich dem Blog widmen können.
Bis dahin erstmal bye!
P.S.: Schön dass doch noch jemand auf die Lösung des Quiz gekommen ist. Noch schöner, dass es nicht der übliche Verdächtige war