Life is Complicated…
…sinnierte Nico Bellic in GTA4. Und ganz unrecht hatte er damit nicht: Immer wieder gibt es Situationen im Leben, die eine Entscheidung zwischen zwei Katastrophen verlangen. Leider gibt es dabei nicht immer ein kleineres Übel. Manchmal wünscht man sich nur zwischen Pest und Cholera entscheiden zu müssen, als zwischen seinen realen Problemen…
Damals stellte mich GTA4 in einer Mission vor die Wahl, einen von zwei Schwerverbrechern zu erschießen. Ich wollte keinen von Beiden laufen lassen, doch das Spiel ließ nur einen einzigen Schuss zu. Da kam mir eine Idee: Ich packte das Gewehr weg und griff auf den Raketenwerfer zurück, der das Problem mit einem einzigen Treffer lösen würde. Doch das Spiel war nicht darauf ausgelegt, auf diese Weise überlistet zu werden. Es stürzte ab.
Genauso ist es im realen Leben. Man muss eine Entscheidung treffen. Es gibt keine Möglichkeit, diesen Dingen langfristig aus dem Weg zu gehen. Und selbst wenn man es versucht, wird es sich irgendwann rächen. Das Problem wird immer präsenter, je länger man es hinauszögert. Man stürzt ab.
Doch wie soll man das verhindern? Kurzum, man kann es niemals ganz verhindern. Entscheidungen bringen Konsequenzen mit sich, mal kleinere, mal größere. Man kann lernen damit zu leben, kann mit Freunden darüber reden, kann sich anhören was sie dazu zu sagen haben. Doch sie werden euch niemals die Entscheidung abnehmen. Ich habe mich entschieden.
Kostenlose Musik! Yay!
Gleich zwei kostenlose Musikpakete gibt es für Leute, die gerne mal einen Blick auf meinen Musikgeschmack werfen möchten (Sorry Soundtrack-Freunde, für Euch ist leider nichts dabei):

Amon Tobin - Foley Room Live in Brüssel
Beim Ersten handelt es sich um den offiziellen Mitschnitt von Amon Tobins „Foley Room“, aufgenommen bei einem Live-Auftritt in Brüssel. Obwohl ich vom entsprechenden Album von 2007 nicht vollends überzeugt war und es einigen Stücke imho etwas an Persönlichkeit mangelte, gefällt mir der Live-Mix recht gut. Viele der Stücke, die ich vormals bemängelt habe, liegen hier in einer zum Teil stark veränderten Form vor. Und auch einige der Top-Lieder des Albums haben noch einmal zugelegt, auch wenn sie Live-Publikum-bedingt etwas Tanz-verträglicher klingen. Dazu kommen natürlich einige komplett neue Abschnitte. Hier geht es zum Download.

NINJA 2009 Tour Sampler
Das zweite Paket im Bunde ist der NINJA 2009 Tour Sampler, ein Album mit insgesamt sechs ausgewählten Songs von Nine Inch Nails, Jane's Addiction und Street Sweeper (Die neue Band von Tom Morello). Der Grund dafür ist die Mitte des Jahres anstehende gemeinsame Tour der drei Bands. Für mich waren besonders die beiden Beiträge von NIN interessant, da beide Songs zwar bereits im Live-Programm gespielt, aber bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Den Download findet ihr hier.
Wer davon angefixt wurde, kann sich noch immer das komplette aktuelle NIN Album „The Slip“ und das erste Viertel des vorletzten Albums, „Ghosts I-IV“ kostenlos herunterladen.
Random Babbling
Liebe und Freundschaft sind zerbrechliche Güter. Selbst wenn man sich seit Jahren hervorragend miteinander versteht, so können schon unscheinbare Taten zum falschen Augenblick das Ende bedeuten. Änderungen der Persönlichkeiten finden dauernd, meist schleichend statt, und irgendwann ist es dann soweit, dass selbst ein winziges Ereignis das Fass schließlich zum überlaufen bringt. Man beschließt, getrennte Wege zu gehen oder zumindest die Art des Miteinanders zu verändern. Aus Liebe wird gute Freundschaft, aus guter Freundschaft eine einfache Freundschaft, und aus dieser schließlich ein(e) Bekannte(r). In schlimmeren Fällen wechselt das Verhältnis gar über mehrere Ebenen bis hin zur untersten Stufe: „Ich will dich nie wieder sehen!“
Doch zum Glück für uns alle funktioniert das auch in die andere Richtung, sonst wäre der Mensch eine wahrhaft einsame Spezies. Nicht immer entfernt man sich durch die Veränderung der eigenen Persönlichkeit von anderen Menschen – Ebenso oft kommt man ihnen dadurch auch näher. Dieser Fluss ist es, der unser Leben bestimmt, der uns am Leben hält.
Doch warum schreibe ich das, wo es doch so offensichtlich ist und wir ohnehin alle davon betroffen sind?
Zum Einen natürlich, weil ich momentan davon besonders betroffen bin und sich innerhalb kürzester Zeit die Verhältnisse zu einigen meiner Mitmenschen verändert haben - Mal in die eine Richtung, mal in die Andere. Mal nur in kleinen Schritten, mal in größeren. Ich betrachte einige Personen nun aus einem anderen Blickwinkel.
Zum Anderen um Euch daran zu erinnern, wie schnell die Dinge ihren Lauf nehmen können. Um auch mich selbst daran zu erinnern, wie schnell die Dinge ihren Lauf nehmen können.
NIN again

Nine Inch Nails - The Downward Spiral
Eigentlich hatte ich vor, hier ein Review eines weiteren alten Nine Inch Nails Albums zu posten, doch bei meinen Recherchen bin ich über dieses Review gestolpert. Da dessen Autor die Songs und das Albumkonzept besser beschreibt als ich das je könnte, belasse ich einfach bei dem Link. Nächstes Mal gibt es wieder etwas mehr Text von mir, versprochen. Mein Reinhörtip: Hurt, welches sogar von Johnny Cash gecovered wurde:
Guess Who’s Back
Um es nicht zu soft werden zu lassen, gleich noch eine weiteres Album hinterher - Mit fast zwei Jahren Verspätung ist es nun endlich erschienen: Invaders Must Die, das neue Album von den Elektronik-Opas The Prodigy. Zum ersten Mal seit ihrem vorletzten Album The Fat Of The Land von 1997 sind wieder alle Drei vereint und lassen es krachen.

The Prodigy - Invaders Must Die
Während das letzte Album unter alleiniger Regie von Liam Howlett entstand und etwas aggressiver als die Vorgänger daherkam, steht nun wieder der Spaß im Vordergrund. Nunja, neben dem Bass natürlich, denn die Tieftöner lassen sich auch mit diesem Prodigy-Album wieder zum schwitzen bringen. Doch als Kenner der Gruppe erwartet man auch nichts anderes.
In all den Jahren scheint sich an der Musikproduktion der Drei nichts verändert zu haben. Die meisten Lieder könnten genauso auf The Fat Of The Land erschienen sein, ohne daraus besonders herauszustechen. Musikalisch sollte man also keine Weiterentwicklung erwarten. Vielmehr ist es weiteres Futter für jene, die sich nach weiteren Stücken klassischer Prodigy-Machart sehnen und auf dem letzten Album Keiths Stimme vermisst haben. Filmfans werden einige der Songs mit Sicherheit bald in diversen Trailern wiederfinden, denn dafür eigneten sich die Lieder der Gruppe schon immer hervorragend.
Sehr gut gefallen haben mir neben dem titelgebenden Track Invaders Must Die auch Omen und Take Me To The Hospital. Fans können bedenkenlos zugreifen und werden nicht enttäuscht werden, insbesondere wenn sie nach Always Outnumbered, Never Outgunned wieder etwas im alten Stil suchen. Wer hingegen mit den alten Songs schon nichts anfangen konnte, wird auch diesem Album nichts abgewinnen können.
Industrial minus Industrial

Nine Inch Nails - Still
Ein Album von 2002, welches ich in letzter Zeit wieder etwas öfter höre, ist Still von Nine Inch Nails. Hier finden sich primär einige ältere Lieder der Ein-Mann-Band wieder. Das Besondere an diesem Album ist jedoch die für NIN ungewöhnliche Art der Aufnahmen. Zwar klagt Trent Reznor noch immer lauthals sein Leid, doch die sonst meist dominanten Industrial-Teile der Songs fehlen weitgehend komplett. Stattdessen treten Instrumente wie Piano und Gitarre in den Vordergrund, die zuvor nur einen kleinen Teil des Gesamtklangbildes der Songs formten. Passend dazu drehen sich die Lieder primär um Themen wie Liebe, Chancen und Verlust. Trents aufpeitschendere Lieder wie March Of The Pigs oder We're in This Together sind hier nicht zu finden, und würden wohl mit dieser Instrumentalisierung auch deplatziert wirken.
Die CD gefällt mir nicht zuletzt deswegen so gut, weil darauf gleich mehrere meiner Lieblingssongs von NIN vereint zu finden sind: Something I Can Never Have, The Fragile und The Day the World Went Away sind bereits in ihren normalen Versionen mitreißend, doch hier wirken die Songs aufgrund der klassischeren Abmischung natürlich etwas wärmer und gefühlvoller. Inwieweit das wünschenswert ist, ist natürlich vom eigenen Musikgeschmack und Befinden abhängig – Aber zumindest hat man die Wahl.
Ich bezweifle, dass ich mit diesem kurzen Posting irgendjemanden von Nine Inch Nails überzeugen kann, aber vielleicht gibt es Euch einen kleinen Einblick, was ich an der Band so faszinierend finde, ohne direkt jemanden mit „Lärm“ zu vergraulen. Viel Spaß beim reinhören!