…und wieder zurück
Die Nacht von Samstag auf Sonntag war von extremem Wind und klappernden Fensterläden geprägt – So richtig zu schlafen vermochten wir nicht. Trotzdem machten wir uns zum großen Markt von Teror auf, der in unseren Reiseführern als Besonderheit angepriesen wurde. Der Andrang war groß, sowohl Einheimische als auch Touristen waren in Scharen vertreten – Ein Parkplatz war nur in einiger Entfernung noch zu bekommen. Der Markt selbst fand rund um die große Basilika statt und beschränkte sich neben dem üblichen Kitsch primär auf Süßgebäck, Kleidung und Handwerkskunst.

Von diesen Gesellen begegneten uns einige auf der Insel
Am Montag starten nach dem Frühstück mit einer Pflicht, die wir schon fast vergessen hatten: Dem schreiben von Postkarten. Im Anschluss fuhren wir Richtung Süden, um uns den Palmitos Park anzusehen. Hier begeisterten neben den unzähligen Papageien-, Kakteen- und Palmenarten besonders die knuffigen Erdmännchen. Das nahegelegene Restaurant war nicht nur stilistisch sehr gelungen, auch das Essen war hervorragend. Abgerundet wurde dieser rundum gelungene Tag mit einem nächtlichen Spaziergang am Strand, den wir diesmal weitgehend für uns alleine hatten. Der Vollmond kam uns hierbei sehr gelegen
.

Hey!
Am Dienstag machte sich erstmals Aufbruchsstimmung breit und wir hielten es für das beste, nur noch das nötigste zu erledigen und in Tejeda unsere Gebäckvorräte aufzustocken. Anschließend übten wir uns den Rest des Tages erneut im Siesta-halten, um am folgenden Tag beruhigt unsere Heimreise anzutreten.

Ein letzter Blick aus unserem Hotelzimmer-Balkon
Noch etwas mehr aus Gran Canaria
Ein Ausflug in die Hafenstadt Puerto de Mogán stand am Donnerstag auf dem Programm. Das einstige Fischerdorf ist mittlerweile allerdings zu einer touristenüberlaufenen Hotelstadt verkommen. Nichts desto trotz habe ich es mir nicht nehmen lassen, ein paar frische Garnelen zu mir zu nehmen. Außerdem haben wir uns den Meeresgrund in 20 Metern Tiefe unter zuhilfenahme eines U-Bootes angeschaut. Leider hatten wir etwas Pech und bekamen in der Dreiviertelstunde nur wenige Fische zu sehen. Das alte Schiffswrack dort unten war allerdings von der dortigen Tierwelt gut aufgenommen worden und reich bevölkert.

Fischies vor einem Schiffswrack
Am Freitag gings zum ehemaligen Wahrzeichen Gran Canarias, dem Finger Gottes oder auch El Dedo de Dios. Dummerweise brach dieser bereits 2005 bei einem Unwetter ab und stürzte ins Meer. Unser Weg führte uns über die bisher abenteuerlichsten „Straßen“ quer durchs Landesinnere zur Westküste und anschließend über einige Serpentinen zwischen Meer und Gebirge entlang, bis wir schlussendlich Puerto de las Nieves erreichten.

Auf dem Weg zum Dedo de Dios gesichtet: Teneriffa
Die Überreste des El Dedo de Dios waren leider wenig spektakulär und wir beschlossen uns auf die Suche nach einem in der Nähe befindlichen Reptilienpark zu machen. Doch die Beschreibung im Reiseführer war sehr vage, und eine Beschilderung nicht vorhanden. Nachdem wir bei unser Suche bis auf eine Müllkippe vorgedrungen waren beschlossen wir, uns auf den Heimweg zu begeben. Wir entschieden uns für den längeren Weg über die Schnellstraßen, der uns die gesamte obere Inselhälfte entlang führte, aber einige böse Straßen im Landesinneren ersparte.

Wie man hier erkennt, sind wir gut rumgekommen
Wenn es einen Tag unserer Zeit hier gibt, den wir lieber vergessen möchten, dann der vergangene Samstag. Nach dem Frühstück bemerkten wir, dass an unserem Mietwagen Fahrertür und Kofferraum aufgebrochen und das Radio gestohlen wurde. Dazu wurde eine Scheibe eingeschlagen, vermutlich aus Frust. Denn weder hatten wir Dinge im Auto liegen, noch funktionierte das Radio. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, einen Ersatzwagen bei unserer Mietwagenfirma zu beschaffen und eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben...