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Am Freitag brachen wir nach dem Frühstück zu einem der interessantesten Orte der Insel auf: Den Dünen von Maspalomas. Diese gewaltigen Sandmassen befinden sich zwischen dem Strand und den ersten Gebirgsausläufern und geben so ein tolles Panorama ab.

Vorn die Dünen, Hinten die ersten Gebirgsausläufer
Vorn die Dünen, Hinten die ersten Gebirgsausläufer

Nach einem Spaziergang durch die Dünen und entlang des Playa del Inglés wurde es jedoch meinem Kopf etwas zu viel der Hitze und wir kehrten um. Der Touristen-überladene Strand war ohnehin nicht unser Fall:

Der überlaufene Playa del Inlés
Der überlaufene Playa del Inlés

Anschließend ging es in ein großes, aber menschenleeres Shoppingcenter in der Nähe, um Aspirin zu kaufen. Dummerweise sind die hiesigen Ladenöffnungszeiten nicht ganz so einfach zu durchschauen, und so gingen wir mit leeren Händen. Es wurde langsam Zeit ins Hotel zurückzukehren, und wir beschlossen spontan einen anderen Weg zurück zu nehmen, in der Hoffnung vielleicht etwas flotter anzukommen. Der Karte nach war der Weg auch ein gutes Stück kürzer, doch die noch anspruchsvollere Strecke machte diesen Vorteil wieder zunichte. Trotzdem wurden wir entlang der Serpentinen erneut mit einem tollen Ausblick belohnt.

Eine der vielen einsamen Bergstraßen
Eine der vielen einsamen Bergstraßen

Wieder zurück und frisch geduscht war kurz darauf die Hektik im Hotel plötzlich groß – In der ganzen Stadt war der Strom ausgefallen. Erstmals schienen die Straßen von San Bartolomé zum Leben zu erwachen, das vormals so ruhige verträumte Städtchen blühte an diesem stromlosen Abend auf. Nach etwa einer Stunde war der Saft wieder da, und wir beschlossen in einem kleinen örtlichen Restaurant zu Abend zu Essen. Hier ist besonders der leckere Nachtisch hervorzuheben, eine Art Kokos-Grießpudding mit Karamelsoße – Flan de Casero genannt.

Der Samstag begann mit einem Schock: Da wurde uns beiden doch tatsächlich Kaffee zum Frühstück serviert. Wer uns kennt weiß, welche Todsünde man damit begangen hat. Allerdings wird das nun nie wieder vorkommen ;).

Zwischen den Bergen liegt San Bartolomé
Zwischen den Bergen liegt San Bartolomé

Wir starteten den Tag mit einer Wanderung nach Santa Lucía, den nächstgrößeren Nachbarort. Doch nach etwa zwei Stunden bergab waren wir gezwungen in einem Vorort umzukehren – Der weitere Weg führte uns schnurstracks eine vielbefahrene Straße entlang. Auf dem Rückweg den Berg hinauf begegnete uns eine niedliche Katzenfamilie und leistete uns beim Rasten etwas Gesellschaft.

Nach eine kurzen Siesta ging es erneut Richtung Santa Lucía – Diesmal mit dem Auto. Das Museum, welches wir dort eigentlich besichtigen wollten, hatte leider geschlossen. Nur das in unseren Reiseführern hochgelobte dazugehörige Restaurant war geöffnet. Wir entschieden uns dort für ein paar kanarische Würstchen mit Gemüse und selbstgemachten Pommes, sehnten uns aber bald nach dem leckeren Abendessen des Vortages. Dazu gesellte sich eine Bedienung, die sich nur mit „creepy“ beschreiben lässt und uns bei jedem Bissen beobachtete.

Palmen bei Santa Lucía
Palmen bei Santa Lucía

Wieder zurück in San Bartolomé stand ein spannender Einkauf in der örtlichen Bäckerei an, und schon nach gefühlten 20 Minuten hatten wir endlich unsere Brötchen und Wurst für den folgenden Tag bekommen :).