Äpfel und Füchse gegen Fenster

Apple knabbert weiter an Microsofts Betriebssystem-Vorherrschaft. Glaubt man den aktuellen Statistiken von Net Applications, so hat der Marktanteil von Windows erstmals seit Erhebung der Statistiken die 90%-Marke unterschritten. Aber bevor ich weiter darüber schreibe, sollte erst einmal geklärt werden, wie man zu diesen Daten kommt:

Net Applications ist unter anderem ein Anbieter von Statistik-Werkzeugen für Website-Betreiber. Die so erhobenen gesammelten Daten werden regelmäßig Online zur Verfügung gestellt, um Trends zu den so ermittelbaren Werten wie Browser, Bildschirmauflösung und eben Betriebssystem aufzuzeigen. Dementsprechend gibt es einige Einschränkungen in der Art der erfassten Computer. Zum einen bleiben reine Server außen vor, ein großer Teil der Linux-Welt fehlt damit völlig. Zum anderen lassen sich die Angaben gewissermaßen individuell „fälschen“. Einige Webbrowser, darunter Opera, ermöglichen es dem Nutzer sogar ohne großen Aufwand festzulegen, als was der Browser erkannt werden soll. Gleichermaßen wird bei Virtual Machines nur das Gast-OS erkannt, nicht aber das tatsächlich laufende Betriebssystem. Natürlich fehlen in der Statistik auch alle Computer, die nicht ans Web angeschlossen sind.

Nachdem nun klar ist, in welchem Rahmen die Zahlen zu verstehen sind, gehe ich ein wenig genauer darauf ein:

Marktanteile der Betriebssysteme im November

Es wäre übertrieben, eine Überschrift wie „Apple rollt den Markt auf“ zu wählen. Dazu kratzen die fast 9% der Mac-User noch viel zu wenig am Monopolisten aus Redmond. Dennoch ist es beachtlich, wie konstant Steve Jobs’ Firma seit Jahren Marktanteile gewinnt, während Microsoft stets (in größerem Maße) Anteile verliert. Allein im starken vergangenen Monat konnte Apple 0,66% mit MacOS hinzu erobern, während MS trotz Vista 0,82% verlor.
Linux pendelt sich insgesamt bei etwas über 0,8% ein. Auch der Marktanteil der Pinguin-Anhänger steigt stetig, ist aber leider noch nicht der Rede wert. Geradezu schockierend wird der geringe Anteil der Linux-User, wenn man sich den Anteil von iPod Touch/iPhone betrachtet: Fast 0,4% der Website-Besucher verwenden diese Geräte. (!)

Marktanteile der Browser im November

Besser macht sich Open Source im Browser-Markt, denn hier macht Firefox dem Internet Explorer weiterhin erfolgreich zu schaffen. Der IE ist zwar noch immer dominant, fiel aber diesen Monat erstmals seit Netscape-Tagen knapp unter die 70%-Marke. Mozillas Fuchs schaffte es im Gegenzug erstmals auf beachtliche über 20%. Dahinter folgt mit etwas über 7% Safari. Weit abgeschlagen mit unter 1% teilen sich Opera, Googles Chrome und die Überreste von Netscape den Rest mit einigen Exoten wie der Playstation 3 und verschiedenen Mobiltelefonen.

Sollten Apple und Mozilla ihr Momentum des vergangenen Monats bis dahin durchhalten, so lägen sie bereits 2014 (MacOS bei den Betriebssystemen) respektive 2013 (Firefox im Browsermarkt) über den magischen 50%. 😉

(via Slashdot)

Und er schreibt doch noch…

Nachdem es hier nun Monate still war, habe ich mich entschlossen, doch wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben. Beginnen möchte ich diesmal mit der Kategorie Gadgets. Wie den meisten meiner Leser bekannt ist, bin ich ein großer Fan von elektronischem Spielzeug verschiedenster Art. In den vergangenen Wochen haben sich zu meinem bekannten Sortiment zwei weitere Kleinigkeiten hinzu gesellt – Das Logitech G25 und ein MacBook Pro.

Bei ersterem handelt es sich um Lenkradsystem zur Verwendung mit Rennspielen, insbesondere mit Sonys Gran Turismo 5 Prologue auf der Playstation 3. Als Besonderheit sind hier der Überzug des Steuers mit echtem Leder und die Stahlpedale zu nennen. Auch mit einer Schalteinheit können die meisten Konkurrenzsysteme nicht aufwarten. Leider bin ich bisher nicht zur ausgiebigen Nutzung gekommen, den derzeit verlangen einige andere Spiele meine Aufmerksamkeit. Der bisherige erste Eindruck ist allerdings hervorragend.

Das MacBook Pro stand ursprünglich gar nicht auf meinem Einkaufszettel. Spätestens nach meinen Erfahrungen mit dem Notebook meines Vaters stand ich der Idee eines mobilen Zweit-Rechners zwar schon seit längerem offen gegenüber, aber ein System welches meinen Anforderungen in Sachen Akkulaufzeit, Größe und Gewicht entsprach gab es nicht zu vertretbaren Preisen. Die Idee geriet aber zunehmend in Vergessenheit, bis ich eine Sonderausgabe der c’t in die Finger bekam. Thema: Mac – Einsteiger, Umsteiger, Aufsteiger. Hier stolperte ich über das MacBook Air, welches während meines Brasilien-Urlaubs vorgestellt wurde.
Apple Gründer Steve Jobs versprach nichts geringeres als das flachste Notebook der Welt. Hätte ich damals schon mitbekommen, mit welcher Laufzeit die neueste Generation der mobilen Apfel Computer aufwarten kann, wäre ich vermutlich schon früher bei ihnen gelandet. Dazu kommt, dass die Geräte nicht zuletzt aufgrund des momentanen Dollarkurses günstig wie nie sind. Sicher, im Vergleich ist Apple noch immer eine Premium-Marke, aber für das Geld bekommt man auch einiges geboten. Mehr dazu aber weiter unten.
Noch am gleichen Abend ging es zum Gravis-Store, einem großen Apple-Vertragshändler. Dort angekommen, entschied ich mich letztendlich dann doch für das MBP: Nicht nur mein Fahrer und Zockkollege sähte Zweifel an meiner Entscheidung für das Air – Nein, sogar ein Angestellter des Shops riet mir davon ab. Da sich mittlerweile die Berichte über Hitzeprobleme bei diesem Gerät häufen, bin ich nicht unglücklich darüber.

Nun, was bekommt man denn nun geboten, werden einige Fragen. Ich könnte nun Antworten wie MacOS X, 2,4 Ghz C2D oder 200 GB Festplate geben, aber als frisch gebackener Mac-User muss ich auch eine Mac-typische Antwort auf die Frage geben:

Was man bekommt, sind clevere Ideen.

Schon nach wenigen Stunden mit MacOS fragt man sich, wieso diese oder jene Funktion nicht auch in Windows zu finden ist, obwohl eine Implementierung ein Klacks für Microsoft sein sollte… Mit Vista haben die Redmonder immerhin einen ersten Schritt in die richtige Richtung gewagt. Besonders angetan hat es mir als Intensivnutzer von Operas Mausgesten jedoch das Multi-Touchpad des MacBook. Damit lässt sich beispielsweise durch das Verwenden von zwei Fingern die Ansicht zoomen: Einfach zwei Finger nebeneinander auf das Touchpad legen und diese auseinanderziehen, bis man die gewünschte Vergrößerung erreicht hat. Intuitiv, einfach und genial. Natürlich gab es auch Startschwierigkeiten beim Umstieg – schließlich unterscheidet sich MacOS in vielerlei Hinsicht von Windows. Aber sind diese Hürden ersteinmal genommen, steht einem entspannten Arbeiten nichts mehr im Wege. Wenn man nicht aufgrund von bestimmten Anwendungen oder Spielen auf eine Windows-Maschine angewiesen ist und das nötige Kleingeld übrig hat, sollte man sich das MacBook Pro unbedingt einmal ansehen. Zur Not lässt sich mittels Boot-Camp auch hier Windows installieren, aber wer will das schon 🙂

Das düstere Geheimnis des Amiga Boing Balls

Die meisten alten Amiga-Hasen dürften ihn noch kennen – Den Amiga Ball. In meinem Stammforum ist man nun, nach all den Jahren, seinem dunklen Geheimnis auf die Schliche gekommen: Der Ball ist, in seiner ersten Erscheinungsform jedenfalls, in Wirklichkeit nur ein flacher Kreis! Das ist insbesondere deshalb verwunderlich, weil die Amiga Hardware durchaus problemlos im Stande gewesen wäre den Ball aus Polygonen zu berechnen. Man muss den Jungs zugute halten, dass sie ihrem Target wenigstens gerecht wurden – Im Gegensatz zu aktuelleren Produkten.

CES ’08

Es ist wiedermal soweit – CES Zeit. Zum letzten Mal sprach Bill Gates seine Keynote. Und letztendlich gibt er seinen Posten bei Microsoft vollständig auf und überlässt das Feld Ballmer, Ozzie und Co.

Wie jedes Jahr wurden auch diesmal wieder einige nette Dinge für Menschen wie mich vorgestellt. So etwa dieses nette Display von Alienware:

Schade nur, dass dessen Höhe so gering ausfällt. Abhilfe schafft dieser Winzling 😉

Tag 5 – In der deutschen Kolonie

Wie bereits angekündigt waren wir heute bei einer meiner Cousinen und ihrem Mann, einem verdeckten Ermittler, in Blumenau zu Gast. Dazu kamen wiederum einige der bereits in den vorherigen Einträgen erwähnten Verwandten. Im Kontrast zu Gestern wohnen sie hier in einem der hübscheren Stadtteile. Schon bei der Anfahrt wurde deutlich, dass es sich um eine deutsche Kolonie handen musste: Wer sonst wäre so verwegen, hunderte Häuser im alten Fachwerkstil zu bauen. Dazu findet sich auf nahezu jedem Ladenschild die deutsche Flagge. Von den Plakaten zu den Themen Bier und Oktoberfest fange ich besser gar nicht erst an. Naja, wer es mag…
Endlich angekommen gab es auch gleich Essen. Es handelte sich erneut um Churrasco – Dank Swimmingpool jedoch in einem etwas anderen Ambiente.

Neben ein wenig geplansche im Pool versuchten wir uns am PC an einer Runde Pro Evolution (eine Raubkopie bei einem Polizisten!), was jedoch an einem Mangel von Controllern scheiterte. Auch die gewaltige MP3 Sammlung schien nicht auf legalem Wege zustande gekommen zu sein. Meine Versuche, sie vom Unrecht ihres Handels zu überzeugen, blieben übrigens ungehört…

P.S.: Habe bei Tag 1 noch zwei Bilder von der Landung hinzugefügt.