Mehr Spielzeug!

Im Rahmen einer “ersetze etwas Altes durch etwas Neues”-Aktion haben mein alter iPod, mein altes Logitech 2.1 PC-Boxen-System und meine alte JVC Stereo-Anlage nun ihre Nachfolger gefunden. Der gute alte 20 Gig Apple MP3-Player konnte meinen Musikmassen leider nicht mehr genug Platz bieten, und auch der Akku wurde über die Jahre hinweg merklich schwächer.
Die Boxen von Logitech nervten mich schon immer mit ihrem basslastigen Klang und schwachen Höhen. Sicher, für PC Spiele ging es in Ordnung, aber in Sachen Musikgenuss waren sie kein Vergleich zu meinen an den Konsolen angeschlossenen Cambridge Soundworks Speakern.
Die JVC-Anlage hingegen ist zwar noch immer Klasse, zählt aber hier zum Kollateralschaden – Will ich nicht gerade CDs abspielen, erledigt das neue Gespann nahezu alle Aufgaben besser. Aber genug um den heißen Brei geredet. Es geht um diese beiden Schmuckstücke:

Kein UFO, keine Bombe, nur ein MP3-Player an einem Lautsprecher...
Kein UFO, keine Bombe, nur ein MP3-Player an einem Lautsprecher...

Einen 32 Gig iPod Touch der zweiten Generation, angedockt an ein B&W Zeppelin Lautsprecher-System. Der größte Vorteil des neuen iPod ist sein Verzicht auf eine Festplatte. Stattdessen arbeitet er mit Flash-Speicher, was ihn nicht nur unempfindlich gegen jedwede Bewegung macht, sondern insbesondere auch der Akkulaufzeit zugute kommt. Dass man damit auch noch im Internet surfen und einige Spiele zocken kann, versteht sich von selbst.

Der Zeppelin von Bowers&Wilkins dürfte jenen ein Begriff sein, welche in den vergangenen Monaten nach Lautsprechern für ihren iPod gesucht haben. Das unscheinbare Ding hat in der letzten Zeit die Konkurrenz von Bose uns Co. nicht einfach nur das fürchten gelehrt, sondern sie in den Tests schlicht deklassiert. Leider macht sich das auch im Preis bemerkbar, der ebenfalls oberhalb der Mitbewerber angesiedelt ist.
Ein weiterer Negativpunkt: Der Klang ist wirklich überragend. Ja, richtig gelesen: Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass bei weitem nicht alle Lieder meiner Musiksammlung in Top-Qualität vorliegen. Das MP3-Format zeigt hier selbst in höheren Bitraten noch seine Schwächen. Abhilfe schafft hier nur die Verwendung eines anderen, im Idealfall verlustfreien, Codecs. Dementsprechend arbeite ich derzeit daran, weiten Teilen meiner Musik ein Qualitäts-Upgrade zu verschaffen.
Kommen wir zum positiven: Der Klang ist, entsprechendes Quellmaterial vorausgesetzt, einfach atemberaubend. Die Tests in Online- und Printmagazinen übertreiben nicht: Selbst in Liedern, welche man seit Jahren zu kennen glaubte, bemerkt man plötzlich neue Details. Auch die Integration des iPod ist hervorragend gelöst – Einmal angedockt, erkennt er das System und ermöglicht eine Anpassung des DSP an den persönlichen Musikgeschmack. Ich kann das gute Stück nur jedem Besitzer eines Apple-Players ans Herz legen!

Kaum zu Glauben, wieviel Klang hier drinsteckt!
Kaum zu Glauben, wieviel Klang hier drinsteckt!

Und er schreibt doch noch…

Nachdem es hier nun Monate still war, habe ich mich entschlossen, doch wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben. Beginnen möchte ich diesmal mit der Kategorie Gadgets. Wie den meisten meiner Leser bekannt ist, bin ich ein großer Fan von elektronischem Spielzeug verschiedenster Art. In den vergangenen Wochen haben sich zu meinem bekannten Sortiment zwei weitere Kleinigkeiten hinzu gesellt – Das Logitech G25 und ein MacBook Pro.

Bei ersterem handelt es sich um Lenkradsystem zur Verwendung mit Rennspielen, insbesondere mit Sonys Gran Turismo 5 Prologue auf der Playstation 3. Als Besonderheit sind hier der Überzug des Steuers mit echtem Leder und die Stahlpedale zu nennen. Auch mit einer Schalteinheit können die meisten Konkurrenzsysteme nicht aufwarten. Leider bin ich bisher nicht zur ausgiebigen Nutzung gekommen, den derzeit verlangen einige andere Spiele meine Aufmerksamkeit. Der bisherige erste Eindruck ist allerdings hervorragend.

Das MacBook Pro stand ursprünglich gar nicht auf meinem Einkaufszettel. Spätestens nach meinen Erfahrungen mit dem Notebook meines Vaters stand ich der Idee eines mobilen Zweit-Rechners zwar schon seit längerem offen gegenüber, aber ein System welches meinen Anforderungen in Sachen Akkulaufzeit, Größe und Gewicht entsprach gab es nicht zu vertretbaren Preisen. Die Idee geriet aber zunehmend in Vergessenheit, bis ich eine Sonderausgabe der c’t in die Finger bekam. Thema: Mac – Einsteiger, Umsteiger, Aufsteiger. Hier stolperte ich über das MacBook Air, welches während meines Brasilien-Urlaubs vorgestellt wurde.
Apple Gründer Steve Jobs versprach nichts geringeres als das flachste Notebook der Welt. Hätte ich damals schon mitbekommen, mit welcher Laufzeit die neueste Generation der mobilen Apfel Computer aufwarten kann, wäre ich vermutlich schon früher bei ihnen gelandet. Dazu kommt, dass die Geräte nicht zuletzt aufgrund des momentanen Dollarkurses günstig wie nie sind. Sicher, im Vergleich ist Apple noch immer eine Premium-Marke, aber für das Geld bekommt man auch einiges geboten. Mehr dazu aber weiter unten.
Noch am gleichen Abend ging es zum Gravis-Store, einem großen Apple-Vertragshändler. Dort angekommen, entschied ich mich letztendlich dann doch für das MBP: Nicht nur mein Fahrer und Zockkollege sähte Zweifel an meiner Entscheidung für das Air – Nein, sogar ein Angestellter des Shops riet mir davon ab. Da sich mittlerweile die Berichte über Hitzeprobleme bei diesem Gerät häufen, bin ich nicht unglücklich darüber.

Nun, was bekommt man denn nun geboten, werden einige Fragen. Ich könnte nun Antworten wie MacOS X, 2,4 Ghz C2D oder 200 GB Festplate geben, aber als frisch gebackener Mac-User muss ich auch eine Mac-typische Antwort auf die Frage geben:

Was man bekommt, sind clevere Ideen.

Schon nach wenigen Stunden mit MacOS fragt man sich, wieso diese oder jene Funktion nicht auch in Windows zu finden ist, obwohl eine Implementierung ein Klacks für Microsoft sein sollte… Mit Vista haben die Redmonder immerhin einen ersten Schritt in die richtige Richtung gewagt. Besonders angetan hat es mir als Intensivnutzer von Operas Mausgesten jedoch das Multi-Touchpad des MacBook. Damit lässt sich beispielsweise durch das Verwenden von zwei Fingern die Ansicht zoomen: Einfach zwei Finger nebeneinander auf das Touchpad legen und diese auseinanderziehen, bis man die gewünschte Vergrößerung erreicht hat. Intuitiv, einfach und genial. Natürlich gab es auch Startschwierigkeiten beim Umstieg – schließlich unterscheidet sich MacOS in vielerlei Hinsicht von Windows. Aber sind diese Hürden ersteinmal genommen, steht einem entspannten Arbeiten nichts mehr im Wege. Wenn man nicht aufgrund von bestimmten Anwendungen oder Spielen auf eine Windows-Maschine angewiesen ist und das nötige Kleingeld übrig hat, sollte man sich das MacBook Pro unbedingt einmal ansehen. Zur Not lässt sich mittels Boot-Camp auch hier Windows installieren, aber wer will das schon 🙂