Tag 4 – Sonne, Meer und Churros?

So, der letzte Videoupload-Versuch mit einer in neun Teile gesplitteten RAR war nun erfolgreich. Jedenfalls hoffe ich das…
Sollte es wieder erwarten Probleme beim entpacken geben, meldet Euch bitte per Mail oder Kommentarfunktion. Dann wandere ich morgen (für Euch ist das schon heute) wie angekündigt in ein Internetcafé.

Der heutige Tag war gemächlicher Natur. Da wir morgen in Blumenau eingeladen sind und übermorgen hier weiteren Verwandschaftsbesuch bekommen, ist das auch nötig. Schlafen bis um 13 Uhr, danach zum Strand und etwas in Sonne liegen (Mittags sollte man den Strand trotz Sonnencreme meiden). Neben Kokoswasser (Nicht zu verwechseln mit Kokosmilch) bestand die Nahrungsaufnahme aus zwei Churros.
Glück 1: Kein Sonnenbrand. Vielen Touristen ist es weniger gut ergangen, trotz kürzeren Aufenthalts. Ein Hoch auf den deutschen Sonnenschutz!

Continue reading →

Ende von Tag 3 und ping…

Eigentlich sollte das Video schon lange verfügbar sein, aber die häufigen Verbindungsabbrüche in Kombination mit der langsamen Leitung haben dafür gesorgt, dass das Video sich weder auf einem Hostingservice noch auf meinem eigenen Server hochladen ließen. Derzeit läuft der letzte Versuch von hier aus – sollte auch das nicht klappen werde ich mir das nächstbeste Internetcafé schnappen und die Datei dort hochladen. Wer hätte gedacht, dass knapp 90 Megabyte so viel Arbeit machen können…

Der gestrige Tag endete übrigens mit einer 30cm Pizza. Die Dinger haben hier solch einen gewaltigen Rand (standardmäßig gefüllt) und Boden und sind derart dick belegt, dass bei mir schon nach vier der acht Ecken Schluss war. Jeder meiner Leser sollte wissen, was das bedeutet – Die Dinger machen verdammt satt. Leider habe ich versäumt, davon ein Bild zu knipsen – Die Reste liegen mittlerweile im Mülleimer. Ein Bild davon erspare ich Euch lieber :).

Tag 2 und 3 – Silvester

So, nachdem das Blog wieder mehr oder weniger funktioniert, können wir uns den nächsten beiden Tagen widmen. Es ging weiter, wie der Vortag endete: Anlässlichlich des Feiertags kamen meine Oma, meine beiden Onkel, deren Frauen, zwei weitere meiner Cousinen und ein weiterer Cousin zu Besuch. Später stießen auch noch die gestern erstmals getroffenen Familienmitglieder vom Vortag hinzu. Das Ergebnis war, dass ich den Abend in einem durcheinander aus deutsch, englisch und natürlich portugiesisch verbrachte, je nachdem wer gerade in der Nähe war.
Kurz vor dem großen Knall ging es zum Strand, wo eine mächtige Feier zugange war. Leider wurde pünktlich um 0 Uhr meine Kamera mit Sekt beschossen, weshalb ich mich nur sehr zögerlich zu weiteren Aufnahmen durchringen konnte. Einige Minuten konnte ich dennoch retten…Continue reading →

Tag 1 – oder so…

Hallo werte Leser. Ich schreibe diese Zeilen am 31.12. um etwa 3 Uhr Lokalzeit. Warum das relevant ist?

Nun, bis jetzt habe ich seit dem Abflug noch keinen nennenswerten Schlaf gefunden. Aber sobald dieser Eintrag beendet ist, wird zumindest ein wenig davon nachgeholt. Das ist auch der Grund dafür, weshalb ich Euch ein Video erspare.

Kommen wir zum wesentlichen – Was ist zwischen dem Abreisetag und der Gegenwart geschehen?
Kurz gesagt: Einiges. Die letzten Stunden vor dem Flug verbrachte ich mit meinen Fahrern im McDonalds. Ein dickes Dankeschön nochmal für das Fresspaket :). Nach der kurzen Verabschiedung wurde noch flott das Gepäck durchleuchtet, und wenig später saß ich bereits im Flieger nach São Paulo. Meinen Fensterplatz an der Vorderseite des linken Flügels konnte ich richtig genießen – denn der Platz neben mir war leer. In Sachen Unterhaltung könnte sich die VARIG ruhig noch steigern – Einen einzigen Film (Bourne 3), dazu noch auf 4:3 verstümmelt, und einen gewaltigen Haufen Werbung gab es unterwegs zu sehen. Dafür war das Essen ganz ok, wenn auch nicht sättigend. Nochmal danke für das Fresspaket :). Die Landung in São Paulo verlief ruhig – beachtlich war aber die geringe Höhe über den Häusern der Stadt, als wir unsere Warteschleifen flogen. Neben der stellenweise sehr kreativen Architektur ist die schiere Menge an Grünzeug noch eine Erwähnung wert – Auch in den Städten.

Weiter ging es mit der GOL von SP nach Florianópolis. Oder sollte es jedenfalls, denn der Flieger hatte eine Stunde Verspätung.
Also wiedermal zu McDonalds. Interessante Anmerkung für Kenner der Restaurantkette: Die Burgerkarte ist mit der unsrigen identisch.
Selbst den McFischstäbchen gibt es unter anderem Namen. Jedoch gibt es zusätzlich einige Meter entfernt einen Eissalon-McDonalds. Neben den üblichen McFlurries gibt es hier noch ein dutzend weitere Sorten.
60 Minuten später ging es weiter: Neben einem alleinerziehenden Vater aus den Staaten samt Tochter war es nicht ganz so ruhig, aber eine Stunde konnte man das verschmerzen. Nach einer holprigen Landung ging es via Gangway aus dem Flugzeug. Zum ersten Mal kam ich mit der Sonne Brasiliens direkt in Berührung – Erste überlegungen, ob ich nicht im Flugzeug auf den Abend warten sollte, gingen mir durch den Kopf. Aber ich bin ja kein Feigling – Also bewegte ich mich geschwind in die Gepäckhalle, wo neben meinem Gepäck auch gleich meine Verwandschaft auf mich wartete.

Auf der Fahrt zu unserem Ziel, Balneário Camboriú, konnte ich allerhand seltsames erleben. Vom spontanen 3-Minuten-Weltuntergangs-Regen über wilde Hunde auf der Autobahn bis hin zu Fahrradfahrern im Gegenverkehr auf selbiger war alles dabei.
Das am Straßenrand genug Reifenteile und Schrottwagen herumlagen, um ein großes Lager zu füllen, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Dennoch ist die Stadt selbst wirklich schön anzusehen. Überall finden sich nette Details. Sei es nun eine Allee, in deren Mitte bunte Blumen gepflanzt wurden, oder alle paar Meter in einer anderen Farbe leuchtende Bürgersteige.
Als wir endlich angekommen waren, gings erstmal unter die Dusche. Drei mal täglich lautet hier das Motto, denn es ist verdammt warm.

Kurz darauf mussten wir schon wieder los – Ein weiterer Teil meiner Verwandschaft, darunter Tante, zwei Cousinen und ein Cousin, lud ein. Churrasco war angesagt. Anschließend ging es zurück, wo ich nun an diesen Zeilen tippe. Morgen bzw. Heute kommt Jahresende-bedingt noch ein gutes Stück mehr Verwandschaft vorbei… Ich Müde -> Ende.

Edit: Prima, Blog kaputt… Bis Morgen oder so. *stöhn*

Edit2: Wenn mir jetzt noch jemand erklärt, warum WP mir zwischendurch immer mal wieder unvermittelt geschützte Leerzeichen in den Code eingebaut hat, ohne diese in der Codeansicht anzuzeigen, wäre mir geholfen. Ein wacher Blick in den Quelltext hat geholfen, das Problem zu finden und zu beheben.

Mein kleines Motorstorm Review

Motorstorm gehört zu den Spielen, die bereits mit ihrer ersten Vorstellung die Gemüter spalteten. Nach einer pompös in Szene gesetzten Pressekonferenz während der E3 2005 rund um die Hardwarepower der PS3 war das Target-Render von Motorstorm neben dem Killzone 2 Trailer das Gesprächsthema Nummer 1 unter den Sonyfans. Der Trailer des Rennspiels vermittelte ein Gefühl von Spaß, Geschwindigkeit, Action und vor allem Aggression, wie man es aus Spielen wie Burnout kennt. Dazu kommt das, was den Evolution Studios, den Machern des Spiels, ihren guten Ruf beschert hat – Dreck und Matsch. Denn Evolution begeisterte bisher mit ernsthaften Rallyspielen. Ein weiteres unikum war die Auswahl der teilnehmenden Fahrzeuge. Anstatt nur auf eine Art von Fahrzeugen, wie beispielsweise Rallywagen beschränkt zu sein, fahren hier unter anderem auch Renntrucks, Jeeps, ATVs, Quads und Motorräder gegeneinander!

Ein Jahr später, auf der E3 2006, hatte Sony einen deutlich schlechteren Stand. Die Presseveranstaltung dieses Jahres schwankte zwischen lächerlich und katastrophal, während die Konkurrenz in Form von Nintendo und Microsoft ein Ass nach dem Anderen aus dem Ärmel zog. Diverse vorausgegangene Newsmeldungen über gestrichene PS3 Funktionen machten Phil Harrisons Auftritt auch nicht einfacher. Motorstorm war in diesem Jahr spielbar, jedoch grafisch Welten vom 2005er Trailer entfernt. Die Entwickler verwiesen auf das frühe Entwicklungsstadium der dort gezeigten Version und sprachen über weitere für das Spiel geplante Funktionen. Fahrzeug Customization (für jedes Fahrzeug sollten bis zu 150 Austauschbare Teile existieren), verschiedene wählbare Spielcharaktere (wurden recht schnell wieder aus dem Konzept gestrichen) und Live-Fi. Letzteres klang besonders interessant: Die Musik des Spiels sollte nicht einfach abgespielt werden, sondern aus in den Levels verteilten Lautsprechern ertönen, um via Hall und Verzögerung eine Live Atmosphäre zu schaffen. Das ganze sollte auch mit eigener Musik funktionieren. Leider wurde auch dieses Feature gestrichen, der entsprechende Soundfilter kommt allerdings im Hauptmenü des Spiels noch zum Einsatz. Womit wir endlich beim Spiel selbst wären:

Der erste Start:
Nach dem Intro des Spiels fällt als erstes die extreme Optionsarmut auf. Neben der Sprache und der Lautstärke von Sound und Musik kann man nur noch die bevorzugte Steuerung wählen: Möchte man lieber mit X und Quadrat beschleunigen/bremsen, oder die besonders bei 360 Titeln bevorzugte Variante mit dem linken und rechten Trigger verwenden. Dazu lässt sich das Lenken per Bewegungssensor Ein-/ und Ausstellen.

Singleplayer:
Wählt man den Einzelspielermodus, wird man zuerst in das Ticketsystem eingewiesen: Für jedes der Events gibt es ein Ticket, unterteilt in bis zu vier Rennen. Schließt man ein Rennen unter den ersten drei ab, bekommt man Punkte und schaltet damit weitere Tickets und Fahrzeugskins frei. Ein handelsübliches Quick-Race, bei dem man Strecke und Fahrzeug festlegt und losdüst existiert nicht. Beim ersten Ticket hat man noch eine vollständige Wahl der Waffen – Jeder der sieben Fahrzeugtypen kann gewählt werden. Bei den späteren Rennen ist man meist auf einen Typ festgelegt und fährt gegen ein bestimmtes Fahrerfeld.

Im Rennen selbst angelangt fällt zunächst die hübsche Grafik auf. Zwar reicht sie noch immer nicht an den 2005er Trailer heran, ist jedoch deutlich besser als das, was letztes Jahr auf der E3 zu sehen war und gehört derzeit sogar zum besten, was die PS3 vorzuzeigen hat. Der Schlamm sieht während der Fahrt klasse aus, die Texturen sind größtenteils detailliert und hochauflösend. Anisotropes Filtering sorgt für die nötige klare Weitsicht. Gerade aufgrund dieser klaren Sicht fällt jedoch etwas anderes auf – Stellenweise sprießt hundertfach der immer gleiche 2D Strauch vor einem aus dem Boden. Fährt man Kurven, dreht er sich wie zu Doom-Zeiten einfach mit. Das muss heute eigentlich nicht mehr sein. Die Framerate bleibt in der Regel konstant, nur bei den Starts und größeren Crashs sinkt sie kurzzeitig. Allerdings sind die Einbrüche niemals in einem spielbeeinträchtigenden Ausmaß.

Der Sound ist recht knackig, die Musik passt zum Spiel und treibt einen vorwärts, etwas besonderes sucht man im Audiobereich allerdings vergeblich. Das Live-Fi Feature hätte hier vielleicht noch etwas zur Atmosphäre beitragen können.

Jedes der Fahrzeuge steuert sich so, wie man es erwarten würde, auch Einsteiger dürften sich hier schnell zurechtfinden. Neben dem üblichen Gasgeben/Bremsen/Handbremse-Trio gibt es noch den Boost. Dieser ist prinzipiell zwar unbegrenzt verfügbar, treibt jedoch die Motorhitze in die Höhe, was nach einem kurzen Warnton zur Explosion des Fahrzeugs führt. Man sollte ihn also besser taktisch einsetzen – In Kombination mit der Handbremse lassen sich beispielsweise enge Kurven zügiger nehmen. Apropos Explosion: Zerstörte Fahrzeuge gehören zu den Highlights des Spiels. Crasht der Spieler oder explodiert wegen des Boosts, wird das Fahrzeug in bester Burnout-Manier in Zeitlupe via Havok Physics in seine Einzelteile zerlegt. Mit der Zeit nutzt sich der Effekt trotz aller Eleganz allerdings ab, und man beginnt sich einen Button zu wünschen, um ihn zu Überspringen oder dauerhaft abzuschalten.

Hat man einige Rennen mit verschiedenen Fahrzeugtypen absolviert, merkt man erst wie viel Mühe sich Evolution Studios gegeben hat, jede Klasse konkurrenzfähig zu halten. Diese Balance erreichte man, indem man auf jeder der acht Strecken verschiedene Wege integrierte. Quads und Motorräder begeben sich hier öfters mal in die Berge und auf entlegene Rampen, anstatt im tiefen Schlamm neben den Renntrucks zu fahren, gegen welche sie in diesem Gelände unterlegen wären. Die Trucks hingegen graben den Matsch mit hoher Geschwindigkeit um als wäre er nicht vorhanden, was das Gelände für die nachfolgenden Fahrzeuge noch unzugänglicher macht.
Generell ist das Streckendesign sehr gelungen und fordert dem Fahrer einiges ab. Langweilige Passagen gibt es keine, und jedes bischen unaufmerksamkeit kann in einem Crash enden. Gerade in den kleineren Fahrzeugen muss man höllisch auf Steine und Streckenunebenheiten achten, um nicht in Einzelteilen durch die Luft zu fliegen.

Wie bei Burnout muss man auch hier die Waage zwischen ordentlichem Fahren und unfairness den Gegnern gegenüber wahren. Perfektes Fahren allein führt nur selten zum Sieg. Vielmehr muss mit allen Mitteln gekämpft werden, sei es abdrängen in einen Felsen oder ein einfacher Faustschlag gegen den zum überholen ansetzenden Motorradkollegen.

Multiplayer:
Die Balance der Vehikel spiegelt sich auch im Onlinerennen wieder, das übrigens erstaunlich Lagfrei verläuft. Während in vielen anderen Spielen ein bestimmtes Fahrzeug die Onlinematches klar dominiert, ist hier das Fahrerfeld wirklich über alle Klassen verstreut. Als Nutzer von Xbox Live fiel mir jedoch negativ auf, dass praktisch niemand Voice Chat nutzt. Das mag zwar Manche nicht stören, aber wenn man gewohnt ist mit seinen Gegnern zu reden kommt einem das Onlinezocken auf der PS3 doch sehr einsam vor und der Multiplayer-Mode verkommt zu einem Beinahe-Singleplayer, bei dem die Gegner Namen über ihren Fahrzeugen haben. Das ist allerdings eher Sony anzukreiden, die es versäumten der PS3 ein Headset beizulegen, und nicht dem Spiel. Das Online-Rankingsystem weist noch einige Bugs auf, aber da mittlerweile bereits zwei Patches erschienen sind vermute ich mal, dass sich jemand darum kümmern wird.

Auch das fehlen eines Splitscreen Multiplayermodes ist imho unentschuldbar. Sowas ist einfach Genrestandard.

Bugs:
Während meiner bisher 15 Stunden Spielzeit sind mir auch einge Bugs aufgefallen: Hin und wieder passiert es, das man trotz perfektem Anfahrwinkel auf eine Rampe einfach an deren Beginn explodiert. Anfangs schob ich das auf mein Motorrad, das möglicherweise mit dem Übergang auf die Rampe Probleme hat. Mittlerweile jedoch ist mir selbiges auch schon bei den anderen Fahrzeugklassen passiert. Auch die überall auf den Strecken verteilten Objekte wie Autowracks, Fässer und Bretter verhalten sich stellenweise seltsam und bleiben in den Fahrzeugen stecken und machen sie bisweilen Manövrierunfähig. Letzteres passierte mir allerdings nur selten. Nichtsdestotrotz hoffe ich auf einen Patch.

Fazit:
Motorstorm ist im Singleplayer ein klasse Arcaderacer für zwischendurch, dem es allerdings an Langzeitmotivation mangelt. Zwar ist es beachtlich, wie viele unterschiedliche Events Evolution aus nur acht Strecken gezaubert hat. Auch für die so oft erwähnte Balance verdienen sie ein dickes Lob. Der Mangel an essenziellen Optionen hingegen ist so konsequent, dass man versucht ist zu glauben, man habe einen Spielautomaten vor sich. Dennoch hat mich das Spiel mehr gefesselt, als ich angenommen hätte.