Podcasting Madness

Ich habe nur zehn Leute in meinem Blogroll verlinkt. Zehn Blogger, deren Meinungen ich für lesenswert halte. Zwei davon haben regelmäßige Podcasts: Ryan Davis, ehemaliger Gamespot-Mitarbeiter, und Larry Hyrb, Community Manager von Xbox Live. Beide haben diese Woche neue Shows produziert. Und Beide hatten Gäste, die sich ebenfalls in meinen Blogroll befinden.

Bei Larry Hyrb’s 270.(!) Podcast zu Gast ist der deutsche Xbox Produktmanager Boris Schneider-Johne, einige von Euch kennen ihn vielleicht noch als Redakteur von verschiedenen Computermagazinen wie 64?er, Power Play oder PC Player. Die Beiden sprechen über die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer Spiele-Veröffentlichung in Deutschland und die generellen Unterschiede in Sachen Spielkultur zwischen Deutschland und den USA.
Des Weiteren im Interview: Tim Innes von Capcom und Chris Satchell von Microsofts Game Developer Group. Letzterer plaudert ein wenig über XNA und die GDC.

Bei Ryan Davis’ dritter Show geht es in Sachen Themen weniger geordnet zu. Zu Gast sind hier seine Freunde und ebenfalls Ex-Gamespot-Kollegen Jeff Gerstmann und Alex Navarro. Zwar liegt der Fokus der Show auf Videospielen, jedoch schweift man auch gern davon ab. Das macht jedoch nichts, denn von ihrem Unterhaltungswert haben sie auch ohne festen Arbeitgeber nichts verloren.

Gary Gygax im Alter von 69 verstorben

Gary Gygax, der Vater von Dungeons & Dragons, ist heute Morgen im Alter von 69 verstorben. Ihm verdanken wir nicht nur das legendäre Pen&Paper Rollenspielsystem, und auf dessen Regeln basierende Computerspiele wie Baldurs Gate, Neverwinter Nights und Knights of the Old Republic.

Auch Konkurrenzsysteme wie das besonders in Deutschland erfolgreiche „Das Schwarze Auge“ wären ohne sein Vorbild wohl nie erschienen. Dazu inspirierte er mit D&D unzählige Computer- und Videospiel-Entwickler zu ihren Werken. Darunter auch Richard Garriott, den Erschaffer von Ultima.
Ohne Gary Gygax sähe die Welt der Rollenspiele, Online- wie Offline-, am Computer oder Pen&Paper, heute anders aus.

Random Stuff

Musik:
Durch Guitar Hero 3 bin ich auf das Album Sam’s Town von The Killers aufmerksam geworden. Ihr Stil schwankt irgendwo zwischen Rock und Britpop, beides eigentlich nicht mein Genre. Aber irgendwie gefiel es mir doch gut genug, um das Album bei iTunes zu kaufen. Des Weiteren finden sich momentan die Soundtracks von Shadow of the Colossus und The Kingdom in meinen Playlists. In den kommenden Wochen erwarte ich gespannt die Veröffentlichung des neuen Albums der Black Mages.

Filme:
Auch wenn ihr den Film vielleicht bereits als Directors Cut auf DVD besitzt – Blade Runner Final Cut auf Blu-ray muss man als Fan des Films besitzen. Nicht wegen der paar umgeschnittenen Szenen – Nein die Bildqualität an sich ist einfach so unglaublich viel besser. Was hier an Restaurationsarbeit geleistet wurde, lässt selbst Star Wars alt aussehen. Einfach wow!

Web:
Mit GameSpot geht es weiter bergab. Nach Frank Provo, Alex Navarro und Jeff Gerstmann haben nun auch Ryan Davis und Jason Ocampo das Team verlassen. Langsam muss ich mir wohl wirklich eine neue Game-Site suchen 🙁

Und noch ein Rhythmusspiel – fast jedenfalls…

Puzzle Quest zeigte erst kürzlich, was man aus der ungewöhnlichen Mischung von Puzzle- und Rollenspiel herausholen kann – und gewann damit eine Auszeichnung nach der Anderen.

Nun schickt sich Patapon auf Sonys Playstation Portable an, an den Erfolg anzuknüpfen. Dessen Verschmelzung von Echtzeitstrategie, Godgame und Rhythmusspiel ist dabei nicht weniger abgedreht als jene des RPG-Puzzles.

Worum geht es? Das Volk der Patapons (Augäpfel mit Armen und Beinen), benötigt göttliche Führung. Diese bekommen sie natürlich durch den Spieler. Anders als in vergleichbaren Spielen beeinflusst man die Spielwelt jedoch nicht per Mausklick oder einfachen Tastendruck, sondern nutzt die „heiligen Trommeln“ um seine Anhänger dazu zu bringen, die eigenen Wünsche zu erfüllen. Die getrommelten Rhythmen ermöglichen nicht nur Angriffe, Rückzüge und das Wirken göttlicher Magie, sondern dienen beispielsweise auch dazu, in Minispielen weitere Opfergaben hinzuzuverdienen. Dabei kann es sich um Ausrüstung, Waffen, Rohstoffe oder ganz andere Dinge handeln, die einem die Arbeit erleichtern oder beispielsweise das Wiederbeleben verstorbener Krieger ermöglichen. Ein weiterer Unterschied zu herkömmlichen Godgames ist die Perspektive: Man verfolgt das Geschehen wie in einem 2D-Jump&Run von der Seite.
Wenn ihr ausgefallene Spielideen mögt und eine PSP besitzt, solltest ihr Euch zumindest die Demo einmal anschauen.

[youtube lp173Si-XZM]

Lasst Euch von dem Trailer nicht abschrecken. Patapon ist nicht umsonst derzeit eines der höchstbewerteten PSP Spiele überhaupt auf Metacritic. Testet es selbst!

Es ist nicht leicht, ein Held zu sein…

…doch es macht trotzdem mächtig Spaß. Worum es geht? Schon bei Rez HD, dem letzten von mir gekauften Game, spielte die Musik eine große Rolle. Zuvor verbrachte ich in Brasilien nicht wenig Zeit mit Elite Beat Agents, einen Rhythmusspiel. Nun ging ich den nächsten Schritt: Guitar Hero 3

Für jene paar Menschen, die mit diesem Titel nichts anfangen können, eine Kurzfassung: Guitar Hero ist derzeit eines der erfolgreichsten Musikspiele überhaupt. Ziel ist es, die auf dem Bildschirm erscheinenden Noten per Tastendruck auf der beiliegenden Plastik-Gitarre nachzuspielen. Das klingt erst einmal simpel. Nach einigen Stunden Einarbeitungszeit ist es das sogar – Auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad. Denn zuletzt wartet der schwierigste Modus: Hierbei wird tatsächlich jede Note des Liedes gespielt. Die Arbeit entspricht damit jener eines Gitarristen, der das Lied tatsächlich spielt. Die Auswahl umfasst dabei Songs von Guns ‘n Roses, Slayer, Kiss, ZZ Top und vielen Anderen mehr oder weniger bekannten Künstlern.

Da ich mittlerweile den einfachsten Schwierigkeitsgrad überwunden habe, ist es Zeit ein kleines Fazit zu liefern:

Guitar Hero rockt!

Ja, es ist gewöhnungsbedürftig bis peinlich mit der Plastik-Gitarre den Rockstar heraushängen zu lassen. Aber nachdem man die anfängliche Skepsis überwunden und einige Stücke gespielt hat, fühlt man sich tatsächlich wie ein Held an der Gitarre.
Schafft man es dann noch einen Freund davon zu überzeugen, den Bass/Zweite Gitarre zu übernehmen, beginnt man zu erahnen, welchen Spaß die Amerikaner bereits mit Rock Band haben. Denn Rock Band treibt das Mehrspielerkonzept auf die Spitze – mitgeliefert werden zwei Gitarren, ein Schlagzeug und ein Mikrofon. Bei uns erscheint es allerdings erst im zweiten Quartal des Jahres.

Doch zurück zu Guitar Hero 3: Um Euch einen Eindruck vom Spiel zu vermitteln, habe ich ein kleines Video gebastelt:

[youtube w_Cx7xYF1Fs]

P.S.: Der Verspieler am Anfang war natürlich volle Absicht, um die Folgen zu verdeutlichen!